„Immenser Schaden“ entstanden durch Unwetter. In der vergangenen Woche wütete ein Gewitter im Südburgenland. Besonders schwer getroffen wurde Mühlgraben.

Von David Marousek. Erstellt am 30. Juli 2020 (04:45)

Bis zu 110 Liter Regen gingen zuletzt in Mühlgraben pro Quadratmeter runter. Zu viel für die Bäche und Flüsse. Überflutete Keller, vermurte und gesperrte Straßen waren die Folge. Sogar eine Fußgängerbrücke bei der Landhofmühle und eine weitere bei der Langlaufloipe wurden von den strömenden Massen weggerissen.

Für die Freiwilligen Feuerwehren Minihof-Liebau, Mühlgraben, Neuhaus, Tauka und Windisch Minihof bedeutete das Dauereinsatz von Mitternacht bis spät in den Vormittag hinein. Über 30 Feuerwehrleute waren bei den Unwettern im Einsatz. Wie hoch der Schaden ist, lässt sich laut Mühlgrabens Bürgermeister Fabio Halb noch nicht abschätzen: „Zur Schadenshöhe können wir noch nichts sagen, aber sie ist sicherlich immens.“

Schlimm getroffen hat es, neben zahlreichen Privatpersonen, auch unter anderem den Kindergarten und das Gemeindeamt in Mühlgraben. Besonders Objekte aus Holz wurden von den Wassermassen angegriffen und müssen wohl ausgetauscht werden. „Aufgrund der geografischen Lage unserer Gemeinde in einem Tal waren wir besonders stark vom Unwetter betroffen. Wir haben Schäden an der Infrastruktur, an Gemeindeeinrichtungen und auch an etlichen Privathäusern zu verzeichnen“, erklärte Halb. Laut Mühlgrabens Bürgermeister lag das letzte große Unwetter in der Gemeinde mehrere Jahrzehnte zurück. Zuletzt machte sich auch Landtagspräsidentin Verena Dunst auf Einladung des Bürgermeisters ein Bild von den angerichteten Schäden.

Nun soll es Unterstützung vom Land Burgenland für Betroffene geben. „Dies ist eine schwere Zeit für die betroffenen Gemeinden. Das Land Burgenland gewährt sowohl den Gemeinden als auch den Betroffenen Unterstützung. Ich bewundere den Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger von Mühlgraben“, erklärte Landtagspräsidentin Verena Dunst.