A2-Totalsperre: Polizei half bei Akuttransport. Am Freitag der Vorwoche startete ein Rettungswagen des Roten Kreuzes Oberwart mit Sondersignal in Richtung Wien. Grund für den Einsatz: Ein Patient musste dringend zu einer Lebertransplantation ins AKH gebracht werden. Bei Wiener Neustadt war Einsatzfahrer Mario Schmölzer mit einer Totalsperre der A2 konfrontiert. Doch die Polizei rettete ihn aus seiner misslichen Lage.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 15. Oktober 2020 (08:54)
Die Rettungssanitäter Mario Schmölzer und Marc Schranz.
Rotes Kreuz

„Kurz vor Wiener Neustadt ging nichts mehr weiter, wir standen im Stau, die Autobahn war gesperrt“, schildert Notfallsanitäter Mario Schmölzer, ein seit Jahrzehnten erfahrener hauptberuflicher Mitarbeiter des Roten Kreuzes.

„Mein Navigationsgerät konnte mir keine alternative Route nennen, und ich wusste, dass unser Patient dringend ins AKH muss.“ Als Mario Schmölzer ein Polizeifahrzeug sah, reagierte er schnell, stoppte dieses und bat den Polizeibeamten um Hilfe. Dieser konnte schnell die beste Route ausfindig machen und bot dem Rettungsteam an, vorauszufahren und es auf dem schnellsten Weg nach Wien zu geleiten. „Wir haben bei Wiener Neustadt die Autobahn verlassen, und die Polizei hat uns mit Sondersignal bis nach Wien eskortiert. So haben wir es letztendlich geschafft, zeitgerecht zur Akutoperation im AKH einzutreffen.“

„Wir arbeiten sehr oft mit der Polizei zusammen, aber so ein Fall ist mir in meiner jahrzehntelangen Erfahrung noch nicht untergekommen“, erzählt Schmölzer. Und es ist ihm ein Anliegen, sich bei der Polizei zu bedanken: „Ich kenne zwar den Namen des Polizisten nicht, aber ich bedanke mich herzlich für diese rasche und unkomplizierte Amtshilfe, die uns in dieser Situation gerettet hat.“