Abschied einer echten Dynastie im Krankenhaus

Erstellt am 16. November 2022 | 04:37
Lesezeit: 3 Min
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Mit Juni des nächsten Jahres will Rainer Schranz sein Café im Krankenhaus Oberwart schließen, um sich neuen gastronomischen Projekten zu widmen. Im neuen Spital, welches 2024 eröffnet wird, will die KRAGES das Lokal selbst betreiben.
Foto: KRAGES
41 Jahre lang hat die Familie Schranz das Lokal im Krankenhaus Oberwart betrieben. Mit dem Neubau ist Schluss. Rainer Schranz widmet sich im Industriegebiet Kemeten einer neuen Herausforderung. Die gastronomische Versorgung will man im neuen Spital künftig in eigene Hände legen und das Lokal selbst betreiben.

Es war im Jahr 1981 als das Krankenhaus in der Dornburggasse eröffnet wurde. Seit damals kümmert sich die Familie Schranz um die gastronomische Versorgung, zuerst der Vater und jetzt Sohn Rainer. Mit dem Neubau des Krankenhauses werden die Karten hinsichtlich der Gastronomie aber neu gemischt.

Nach mehr als 40 Jahren Zusammenarbeit ist man sich zwischen KRAGES und Familie Schranz nicht mehr einig geworden.

Mit Sommer des nächstes Jahres verlässt Rainer Schranz sein gewohntes Terrain im Krankenhaus und wird sich neuen gastronomischen Projekten widmen.

Bauunternehmer Victor Binder errichtet dort ein neues Gebäude, Schranz wird im Unterschoß ein Lokal betreiben. Der Abschied aus dem Krankenhaus fällt dementsprechend schwer, trotz aller Vorfreude auf die neuen Herausforderungen. „Es ist fast wie eine alte Ehe, die es von einem auf den anderen Tag nicht mehr gibt“, meint Rainer Schranz.

Warum er sich neuen Projekten widmet, hat vor allen finanzielle Hintergründe. „Die Kosten, um das Lokal im neuen Krankenhaus weiter zu betreiben, wären zu hoch gewesen. Da hätten wir acht Jahre gratis arbeiten müssen“, erklärt Schranz, der erst im Jahr 2018, kurz vor der Pandemie, sein Lokal im Krankenhaus umgebaut hat und fortan unter dem Namen „8 Gramm Espresso Schranz“ führt.

Hinsichtlich der zukünftigen gastronomischen Versorgung von Besuchern, Personal und Patienten sei man seitens der KRAGES dabei Konzepte zu erarbeiten. Betreiben will man das Lokal künftig nämlich selbst. Seitens der KRAGES heißt es, dass man mit dem Neubau nach wie vor im Plansoll ist. Der Neubau des Oberwarter Schwerpunktspitals an der Adresse Dornburggasse 90 ist die größte Hochbaustelle in der burgenländischen Geschichte, investiert werden maximal 235 Millionen Euro, wird nach wie vor kolpotiert.

In Betrieb gehen soll das neue Krankenhaus im Sommer 2024 nach mehreren Phasen des übergreifenden Betriebs zwischen Alt- und Neubau. Die finale Umzugsstrategie wurde nun in Angriff genommen, wobei die ersten medizinischen Geräte voraussichtlich im zweiten und dritten Quartal 2023 installiert werden sollen. Die genaue Lieferung der Betten werde noch geplant. Über 319 Betten soll das neue Spital verfügen.