Bewusstsein Schaffen: Müll soll in die Tonne. Mit einer Kunstinstallation sollen Verkehrsteilnehmer aufmerksam gemacht werden, Müll fachgerecht zu entsorgen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 17. Oktober 2019 (03:15)
BVZ
Kunst im Kreisverkehr. Aufgehängte Plastikflaschen sollen Autofahrer darauf aufmerksam machen, ihren Müll in Tonnen und nicht auf den Straßen zu entsorgen.

Aufmerksamen Autolenkern sind die kreativen Plastikinstallationen an den beiden Kreisverkehren beim Steinbrückl und auf der B63a sicherlich schon aufgefallen. Im Zuge der Rubrik „Frag die BVZ“ wollte BVZ-Leser Hermann P. wissen, was die aufgehängten Plastikflaschen bedeuten und von wem sie installiert wurden.

Die BVZ hat nachgefragt. Josef Pratscher, Bereichsleiter im Bau- und Betriebsdienstleistungszentrum Süd (BBS) klärt auf: „Wir wollen mit diesen Plastikinstallationen die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren und darauf aufmerksam machen, dass Dreck nicht auf die Straßen gehört, sondern in dafür vorgesehene Mülleimer.“ Ob der Erfolg der Aktion messbar sei, ist laut Pratscher schwer zu beantworten, aber „im Raum Oberwart, wo der Verkehr definitiv der meiste ist, fliegt verhältnismäßig viel Müll auf die Straßen.“

BBS-Leiter Markus Tuma dazu: „Pro Jahr wird für die Säuberung der Straßenränder im Burgenland fast eine Million Euro ausgegeben. Im ganzen Land werden rund 190 Tonnen Müll auf den Straßen eingesammelt, im Bezirk Oberwart rund 40 Tonnen, Tendenz steigend“, erklärt Tuma. Ziel der Initiative ist es, das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu schärfen und keinen Müll in den Straßengräben zu entsorgen. Denn neben den hohen Entsorgungs- und Reinigungskosten verunstaltet der Abfall die Landschaft und zieht negative Folgen für Mensch und Tier nach sich.