Oberwart

Erstellt am 19. Juli 2018, 11:36

Einbrecher dank Fingerabdruck ausgeforscht. Bezirkspolizeikommando Oberwart: Im Februar 2018 brachen zunächst unbekannte Täter in ein Wohnhaus in Oberwart ein. Nun konnte die Polizei einen Tatverdächtigen ausforschen und festnehmen. Er befindet sich in Haft!

Symbolbild  |  akhorn/Shutterstock.com

Zum damaligen Zeitpunkt drangen in der Mittagszeit des 18. Februar 2018 unbekannte Täter in ein Wohnhaus in Oberwart ein. Im Schlafzimmer dieser Wohneinheit wurden die Schubladen einer Kommode aufgebrochen und eine Schatulle mit verschiedenen Schmuckstücken gestohlen. Seitens des Koordinierten Kriminaldienstes des Bezirkspolizeikommandos Oberwart wurde die Tatortarbeit aufgenommen.

Tatortarbeit führte zum Erfolg

Im Zuge der Spurensicherung am Tatort konnten daktyloskopische Spuren (Fingerabdruck) gesichert werden. Diese Spuren wurden in der Folge mit den nationalen als auch internationalen Datenbanken abgeglichen. Im März 2018 wurde die Polizei verständigt, dass es zu einem sogenannten Prüm-Treffer in Ungarn gekommen sei. Das heißt, dass der Spurenverursacher identifiziert werden konnte. Dabei handelt es sich um einen mehrfach kriminalpolizeilich in Erscheinung getretenen 22-jährigen ungarischen Staatsangehörigen.

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt erließ dazu einen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen. Am 2. Juli 2018 wurde der Beschuldigte in seiner Heimatstadt Zalaegerszeg (Ungarn) im Zuge einer Verkehrskontrolle von ungarischen Polizeiorganen festgenommen. Am gestrigen Tage wurde der Ungar beim Polizeikooperationszentrum Nickelsdorf der österreichischen Polizei übergeben. Vor Organen der Polizei Oberwart zeigte sich der Beschuldigte zum Einbruchsdiebstahl geständig und belastete weitere zwei Personen der Mittäterschaft beim Einbruch in Oberwart. Weiters wurde festgestellt, dass in einem Pfandleihhaus in Szombathely (Ungarn) Schmuckgegenstände eingelöst worden waren, die eindeutig dem Einbruchsdiebstahl in Oberwart zugeordnet werden konnten. Diese Gegenstände wurden bereits von der ungarischen Kriminalpolizei sichergestellt. Als „Abgeberin“ des Schmuckes in diesem Pfandhaus konnte eine Verwandte des Beschuldigten bestimmt werden. Diese befindet sich wegen eines weiteren Einschleichdiebstahles derzeit in Ungarn in Haft.

Der Beschuldigte wurde über Auftrag der Staatsanwaltschaft in eine Justizanstalt eingeliefert.

Prümer Datenverbundsystem

Die effizienteste und effektivste Methode des internationalen Datenaustausches sowohl in DNA-Datenbanken als auch im Automatischen Fingerabdruck Identifikations-System (AFIS) ermöglicht das Prümer Datenverbundsystem. Der Name dieses Systems geht auf den Prümer Vertrag zurück. Dabei handelt es sich um einen multilateralen Staatsvertrag über Polizeikooperation, welcher im Mai 2005 in der Stadt Prüm in Deutschland von sieben Staaten unterzeichnet wurde. Österreich war damals Gründungsmitglied.