Freibad: Gäste bleiben aus, Aufwand bleibt gleich. Das Freibad hat mit einem großen Besucherrückgang zu kämpfen. Vor allem die älteren Gäste bleiben aus.

Von Stefanie Romirer-Maierhofer und Niklas Mikovits. Erstellt am 17. Juli 2020 (05:53)
BademeisterJosef Fassl blickt auf eine schwierige Saison. Auch wenn der Sommer noch lange ist, viele Gäste meiden den Besuch im Freibad.
Mikovits

Auch bei strahlenden Sonnenschein bleibt dem Oberwarter Freibad die Stammkundschaft aus. „Vor allem die Senioren fehlen, die aufgrund der Coronakrise ziemlich verunsichert sind und einen Freibadbesuch meiden“, erklärt Bademeister Josef Fassl. Genau beziffern können er den Rückgang nicht, aber „bei den Saisonkarten werden es knapp 50 Prozent weniger sein und bei den Tagesgästen auf jeden Fall mehr“, so Fassl. Die Vorbereitung für die heurige Schwimmsaison im Freibad, die coronabedingt später begonnen hat, waren immens. „Von umgestellter Wasseraufbereitung bis hin zu neuen Liegen, welche laut Gesetz letztendlich nicht aufgestellt werden durften, gab es für uns allerhand zu tun“, erklärt Fassl.

Selbst in den ruhigsten Tagen bleibt das Desinfizieren der Sanitärbereiche nicht aus, deshalb wurden auch die Arbeitszeiten des Reinigungspersonals verdoppelt. Der Bademeister meint: „Egal, ob 500 oder fünf Personen im Schwimmbad sind, die Arbeit bleibt gleich und trotzdem macht man mehr, als man vielleicht sogar müsste“. Obwohl man auf die Eigenverantwortung der Gäste vertraut, bleibt ein ständiges Kontrollieren der Abstandsregeln nicht aus. Besonders schlimm war vor allem auch bei den jüngeren Gästen, dass die Rutsche anfänglich nicht in Betrieb war.

Freibad-Wirt Alexander Osvald mit Jürgen Szabo, Anna Ohr und Gina Tury.
Romirer-Maierhofer

Auch das veränderte Kindersommer-Programm wirkt sich auf die Besucherzahlen im Bad aus. „Die Kinder sind ohnehin um ein Drittel weniger, als in den Vorjahren und heuer auch nur vormittags im Freibad“, weiß der Bademeister.

Besonders betroffen vom Besucherrückgang ist auch das „Bad Café“ von Alexander Osvald. „Der verlorene Umsatz ist heuer nicht mehr zu kompensieren. Man merkt auch, dass die Menschen mehr Distanz halten und auch die Sauna läuft nicht gut“, erklärt Osvald im Gespräch mit der BVZ.