Erstellt am 11. Juli 2018, 05:00

von Michael Pekovics

Land kauft Bahnstrecke: Vertrag vor Abschluss. Kauf der Strecke Oberwart-Großpetersdorf so gut wie fixiert. Keine offizielle Bestätigung wegen Stillhalteabkommen.

Abmontiert. Das Stahlgerüst der Eisenbahnbrücke über die B50 wurde entfernt. Bis September wollen die Gemeinden Bad Tatzmannsdorf, Oberschützen und Oberwart verhandeln, um die Strecke kaufen zu können.  |  BVZ

Bereits seit Monaten laufen die Verhandlungen über den Kauf der Bahnstrecke Oberwart-Großpetersdorf durch das Land. Eigentümer ist die Südburgenländische Regionalbahn, also das Großpetersdorfer Unternehmen Schuch (Busunternehmen, Reisebüro). Wie jetzt aus gut informierten Kreisen zu hören war, sollen diese Verhandlungen so gut wie vor dem Abschluss stehen. Auf Anfrage der BVZ wollte aber keiner der Beteiligten offiziell etwas zum aktuellen Fall sagen. Hintergrund dafür ist ein Stillhalteabkommen, das im Zuge der Verhandlungen geschlossen wurde.

Offizielle Präsentation: Montag in einer Woche

Zusätzlich soll es noch einen weiteren Stolperstein geben, weil die ÖBB derzeit noch ein Vorkaufsrecht auf die Strecke hat. Dieses soll aber in den kommenden Tagen auslaufen, dann stünde dem offiziellen Erwerb der Bahnstrecke durch das Land nichts mehr im Wege.

Einen Termin für die diesbezügliche Pressekonferenz soll es bereits geben, am Montag in einer Woche dürften die zukünftigen Pläne für die Bahnstrecke Oberwart-Großpetersdorf in Rotenturm beim Unternehmen Fischer Holz präsentiert werden.

Dorthin dürfte dann auch die derzeit noch in Oberwart angesiedelte Holzverladestelle verlegt werden – eine langjährige Forderung der Oberwarter Stadtpolitik und der Anrainer. Diesbezügliche Ankündigungen hatte es ja in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben, nur war eine Verlegung ohne den Kauf der Strecke Oberwart-Großpetersdorf nicht möglich. Wie sich dieser Kauf auf das geplante Grenzbahn-Projekt nach Steinamanger auswirken wird, steht noch in den Sternen.