Oberwart

Erstellt am 11. Juli 2018, 04:30

von Michael Pekovics

Kritik an Gemeinde: Rodung mit großen Nachwehen. Baum-Rodung in der Bahnhofstraße sorgt für Aufregung. Unternehmer ärgern sich über mangelhafte Information.

Bäume sind schon weg. Die Gewerbetreibenden befürchten während der Bauarbeiten massive Umsatzrückgänge.  |  BVZ, Pekovics

Kaum war der Artikel über die Sanierung der Bahnhofstraße und die dadurch notwendige Rodung der Bäume recherchiert, waren die Bäume auch schon weg. Am frühen Dienstagmorgen der Vorwoche fuhren die Maschinen auf, noch vor 8 Uhr früh hatte sich das Stadtbild bereits verändert. Sehr zum Ärger zahlreicher Bürger, die sich umgehend bei Bürgermeister Georg Rosner beschwerten. „Natürlich gab es neben Verständnis für die Maßnahme auch Kritik, vor allem in den sozialen Medien. Aber anders wäre die Sanierung der Straße nicht möglich gewesen“, sagt Rosner und verspricht eine Neubepflanzung.

 |  BVZ

Ebenfalls am Dienstag sah sich Rosner gleich mit der nächsten „Baustelle“ konfrontiert: Die Unternehmer der Bahnhofstraße hatten Unterschriften gesammelt, um sich über die nicht erfolgte Information seitens der Gemeinde zu beschweren. „Wir wurden vorab nicht über die Bauarbeiten verständigt, diese ‚Drüberfahr-Mentalität‘ ist bedenklich“, sagt Zahnarzt Werner Gangoly, der zumindest ein zeitlich begrenztes Halteverbot fordert: „In Wien werden bei Baustellen die Tafeln abgedeckt, bei uns hat die Polizei schon gestraft, obwohl noch nicht einmal gearbeitet wurde.“

Mit dem Transparent „Trotz Baustelle ungestörter Verkauf!“ wollen die Geschäftsleute den drohenden Umsatzrückgang in Grenzen halten. In dieser Sache gesteht Rosner einen Fehler ein: „Das Infoschreiben ist leider einen Tag zu spät angekommen, da waren die Tafeln bereits aufgestellt.“