Maturabälle: Für Herbst wird geplant. Rund 15 Maturabälle sollten ab Herbst in der Messehalle stattfinden. Bis dahin, gilt es noch viele offene Fragen zu klären.

Von Carina Fenz. Erstellt am 17. April 2021 (05:55)
Harald Kahr, Generalpächter der Messe Oberwart: „Unter gewissen Voraussetzungen wird es definitiv unattraktiv.“
BVZ

Stabile Fallzahlen, Lockerungen der Maßnahmen und langsames Hochfahren des kulturellen Lebens, die Coronakrise scheint in mancher Augen bereits überstanden, doch für viele bleibt trotzdem die Sorge einer zweiten Welle und diese würde auch die zukünftigen Maturanten treffen: So war die Lage im Juni des letzten Jahres. Kaum zu glauben, dass sich das ganze Land mittlerweile mitten in der dritten Covid-Welle befindet und es bereits eine Generation gab, die ihre Matura antritt — ohne den berühmten Ball erlebt zu haben.

Auch aktuell planen die zukünftigen Maturantinnen und Maturanten des Jahrganges 2021/22 ihren Abschlussball. „Fast ganz normal, als gäbe es kein Corona“, erklärt Harald Kahr, Generalpächter der Messe Oberwart, jener Location wo pro Jahr rund 15 Bälle über die Bühne gehen. Ganz so ist es dann auf den zweiten Blick aber doch nicht. „In dieser Phase der Planungen geht es nämlich vorerst einmal darum, einen Termin zu finden, damit man Musik, Fotografen und Filmer buchen kann“, so Kahr, der mit den Schülern aber auch über Party-Alternativen zum Ball spricht, „sollte und davon müssen wir ausgehen, die Ballsaison nicht so über die Bühne gehen, wie wir uns das alle wünschen würden.“

„Wir wissen nicht, ob das Tanzen erlaubt oder ein Barbetrieb möglich ist oder wie groß die Fläche bei einer gewissen Anzahl von Gästen sein darf.“ Harald Kahr, Messe-Generalpächter

Da gibt es nämlich viele offene Fragen, „die derzeit von niemanden beantwortet werden können“, erklärt Kahr. „Wir wissen nicht, ob das Tanzen überhaupt erlaubt ist oder ein Barbetrieb möglich ist oder wie groß die Fläche bei einer gewissen Anzahl von Gästen sein darf“, informiert Kahr.

Die nächsten Wochen wird also einmal weitergeplant, als gäbe es kein Corona, dann will man entscheiden, denn: „Unter gewissen Voraussetzungen wird es definitiv unattraktiv“, meint Kahr, der auch betont, dass den Maturanten auch bei einer Absage des Balls, keine Stornokosten entstehen würden.

Das letzte Jahr ging aber auch am Messe-Generalpächter nicht spurlos vorbei, „auch wenn man auf einmal viel Zeit hat“, muss Kahr schmunzeln. „Wir nützen diese Zeit jetzt, um die Hallen auf Vordermann zu bringen. Es muss nämlich irgendwie weitergehen. Das es jetzt länger dauert, sagt einem ohnehin der Hausverstand“, gibt sich Kahr positiv für die Zukunft gestimmt.