Mehr als die Hälfte der Geschäftsflächen stehen leer

Erstellt am 13. Mai 2022 | 05:25
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Seit Jahren liegt das größte Einkaufszentrum der Innenstadt von Oberwart brach. Weniger als die Hälfte der knapp 20 Geschäftsflächen sind aktuell vergeben. Der Eigentümer kündigte Gespräche mit der Stadt über die Zukunft des EKO an, passiert ist bislang nichts.

Im Jahre 1984 startete Wilhelm Jandrisits mit einer damals revolutionären Idee und errichtete auf der Fläche des ehemaligen SVO-Sportplatzes zwischen Lehargasse und Lannergasse ein Einkaufszentrum mitten in Oberwart. Die Frequenz in den ersten beiden Jahrzehnten war zufriedenstellend, sodass es zwischen 1987 und 2003 zu diversen Erweiterungen kam.

Heute im Jahre 2022 ist das EKO schon lange verkauft und kämpft seit vielen Jahren ums Überleben. Gerade in Tagen, wo die Eröffnung des neuen EO-Parks ansteht, welcher am 19. Mai offiziell eröffnet, ist das Thema über die Zukunft des ehemals größten Einkaufszentrums der Stadt, an Aktualität kaum zu überbieten.

Knapp fünf Jahre ist es her, dass das Einkaufszentrum EKO verkauft wurde. Von den aktuell knapp 20 Geschäftslokalen stehen weitaus mehr als die Hälfte leer und es könnten mehr werden. Für die Stadtgemeinde Oberwart, die derzeit einen Prozess zur Neuausrichtung der Innenstadt ins Leben gerufen hat, „ist es von großer Bedeutung“, so Stadtchef Georg Rosner, dass man mit dem Eigentümer über die Zukunft des Gebäudes spricht.

„Immer wieder werden uns Treffen mit dem Eigentümer zugesagt, aber mehr, als mit Nachdruck zu handeln, können wir auch nicht tun“, gibt sich Rosner wenig optimistisch. Geht es nach ihm, dann sei die Stadt mit der derzeitigen Situation mehr als unzufrieden. „Das ist kein Herzeigeteil der Stadt. Natürlich wäre es auch im Sinne der Stadtgemeinde, dass angekündigte Projekte endlich in Umsetzung gehen, weil so ist es ein Trauerspiel“, meint Rosner.

Der Eigentümer selbst war für die BVZ nicht erreichbar.