Zentrum verliert wieder Geschäfte. Die Traditionsunternehmen Terpotitz, EP: Oberwart und Mexx in der Oberwarter Innenstadt sperren zu. Weitere Betriebe können folgen. Auch Neueröffnungen sind geplant.

Von Carina Fenz. Erstellt am 20. Februar 2019 (04:29)
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Symbolbild

Nach 54 Jahren lässt der Papier- und Buchhandel Terpotitz am 31. März zum letzten Mal die Rollläden herunter. Der Familienbetrieb, der zuletzt von den Schwestern Gertraud Terpotiz-Wölfer und Renate Benkö geführt wurde, schließt in der Oberwarter Innenstadt seine Pforten, nachdem sich die Geschäftsführerinnen in den Ruhestand verabschieden, ein Nachfolger für den Papier- und Buchhandel wurde nicht gefunden.

Bereits diese Woche ist für Erich Mödritscher, der acht Jahre lang den Elektrohandel „EP: Oberwart“ geführt hat, der letzte Arbeitstag. Auch er schließt sein Unternehmen in der Hauptstraße. „Das Konsumenten- und Kaufverhalten hat sich leider so stark verändert, dass es nicht möglich war, gewinnbringend zu wirtschaften“, erklärt Mödritscher.

Auch für die Boutique „Mexx“ heißt es Abschied nehmen. Das Bekleidungsgeschäft schließt ebenfalls im März seine Pforten.

„Das Konsumenten- und Kaufverhalten hat sich leider so stark verändert, dass es nicht möglich war, gewinnbringend zu wirtschaften“

Diese drei Schließungen sind aktuell aber nur der Anfang von einer ganzen Reihe, die in den nächsten Monaten folgen werden. Ein Geschirrhandel und zwei weitere Modegeschäfte werden folgen. Offiziell wollten die Betreiber die Schließung noch nicht bekannt geben, das dauere noch einige Wochen, hieß es auf Nachfrage der BVZ. Für den Branchenmix in der Innenstadt sind das keine guten Vorzeichen, „aber noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken“, meint Bürgermeister Georg Rosner, der große Hoffnung auf den neuen City-Manager setzt. Dieser soll neben der Organisation von Veranstaltungen, wie einem Stadtfest, auch für Betriebsansiedelungen und Wirtschaftsförderungsprogramme zuständig sein.

Abseits der Innenstadt gibt es aber auch gute Nachrichten hinsichtlich Betriebsansiedelungen. Das neue Möbelgeschäft „Moega“ eröffnet am 8. März in der ehemaligen Firma Imre und auch der Bau des neuen 3.700 Quadratmeter großen Fachmarktzentrums beim eo schreitet voran. Hier ist bislang nur die Eröffnung einer Filiale von „TK Maxx“, ein europaweit führendes Off-Price-Unternehmen für Fashion und Wohn-Accessoires, fix. „Die Eröffnung ist für Ende September geplant“, heißt es von Geschäftsführer Thomas Braunsberger.

Gute Neuigkeiten gibt es auch vom Vögele-Nachfolger „OVS“ im eo. Aktuell hat das Bekleidungsgeschäft geschlossen, es wird aber weitergehen. Nur wenige Wochen nach der Schließung eröffnete die Filiale am selben Standort erneut.