Oberwart

Erstellt am 01. Dezember 2018, 05:16

von Dorothea Müllner-Frühwirth

Wahre Fitness kennt kein Alter. Wahre Fitness kennt kein Alter, deshalb sind bei Johannes Schober im Krafkollektiv jede Woche topmotivierte „Ü50ers“ am Start.

Johannes Schober versteht es jede Woche aufs Neue seine Teilnehmer zu motivieren und hat stets neue Ideen, damit kein einziger Muskel vergessen wird.  |  DMF

Also schweißtreibend ist es schon. Manchmal schaut es sogar richtig gefährlich aus. Es ist also nichts für Warmduscher, obwohl Duschen – mit Warmwasser – vorhanden sind. Die Rede ist vom Krafttraining, das jeden Dienstagvormittag im Kraftkollektiv akribisch, euphorisch und hochmotiviert abgehalten wird. An der Spitze der Trainer Johannes Schober. Seinem nie endend wollenden Ruf nach Fitness folgen wöchentlich mehr und weniger aktive, Kettle Bells-schupfende und Kniebeugen-fanatische, treue Anhänger.

Genauer gesagt „Ü-50er“. Extrem aktive „Ü-50er“. Wer sich jetzt ein gemütliches Training mit leichten Dehnungsübungen der rechten Schulter oder einem zarten Wippen des linken Knöchels vorstellt irrt sich gewaltig. Hier wird richtig angepackt. Der „Joschi“, wie er manchmal liebevoll von seinen Schützlingen genannt wird, lässt es richtig krachen. Ob 20 oder 60, für sein Programm gibt es kein Alterslimit.

Gearbeitet wird mit der eigenen Kraft, ohne viel Schnickschnack, mit voller Konzentration auf die eigenen Muskeln. Wenn ein leises Raunen durch die Fit-wie-ein-Turnschuh-Truppe geht, kramt der Physiotherapeut und Kraftkollekitv-Inhaber meist ein „Spezial-Zuckerl“ hervor. Wie Gummibänder, die harmlos ausschauen, aber mächtig Wirkung zeigen. Oder den Gewichtsschlitten, der für manche gar nicht genug beladen sein kann.

Was aber mit absoluter Sicherheit bei jeder Stunde dabei ist, ist eine große Portion Humor. Keine Einheit vergeht ohne Lachen und Spaß. Es ist die Würze in der „Trainingssuppe“, die dem Muskelschmerz die Schärfe nimmt und zum „Über sich hinauswachsen“ anspornt. Ganz oft sieht man am Ende der Stunde die anerkennenden Blicke mancher Gunners-Athleten, die im Anschluss trainieren. Denn so eine tolle Truppe haben sie sicher in ganz Amerika noch nicht gesehen.