Künstlerin Silvia Janits: Weil sie das Leben liebt

Silvia Janits ist vom Schicksal hart getroffen, hat ihren Lebensmut nie verloren und will auch anderen helfen.

Erstellt am 21. Oktober 2021 | 05:16
Künstlerin Silvia Janits
PINK RIBBON Charity Kunstausstellung im Einkaufszentrum eo. Künstlerin Silvia Janits stellt ihre Werke aus. Der Verkaufserlös geht zur Gänze an die Pink-Ribbon-Aktion.
Foto: C. Fenz

Dass sie heute ihre Kunstwerke zugunsten der Pink-Ribbon-Aktion an die Frau und den Mann bringt, gleicht nahezu einem Wunder. Silvia Janits hatte schon viele Schutzengel in ihrem Leben. Vom Schicksal ist sie hart getroffen, vielleicht härter, als manch einer es für möglich hält, auszuhalten. Zuerst ein Kopftumor, zuletzt vor drei Jahren ein Autounfall, bei dem sie lebensgefährlich verletzt wurde und nur knapp dem Tod von der Schippe gesprungen ist.

„Ich hab das einfach in mir drinnen und kann es selbst nicht erklären. Ich mache immer weiter, egal wie schwer es war oder ist“ Silvia Janits

Eineinhalb Jahre Krankenhausaufenthalt später, hat sie sich, taff, wieder ins Lebens zurückgekämpft. Schritt für Schritt, aber immer mit jenem Gedanken, bei dem verheerenden Unfall, zwar ihr Leben gewonnen, aber ihren Lebensgefährten Hermann verloren zu haben. „Der Blick nach vorne ist es und die soziale Ader“, die sie immer ans Weitermachen denken lassen. „Ich hab das einfach in mir drinnen und kann es selbst nicht erklären. Ich mache immer weiter, egal wie schwer es war oder ist“, erzählt Janits, die in der Vorwoche im Einkaufszentrum eo ihre Kunstwerke ausstellte, aber nicht, um Geld zu verdienen, sondern um Spenden zu sammeln und Gutes damit zu tun.

„Für jene Menschen, die es brauchen, denen geholfen werden muss“, sagt sie und meint es auch so. „Als ich Krebs hatte, war die Krebshilfe Burgenland eine wichtige Anlaufstelle und Andreas Konrath meine Ansprechpartnerin, die immer da war und mich unterstützt hat. Jetzt kann ich etwas zurückgeben“, erklärt Janits, die sich seit vielen Jahren der Kunst verschrieben hat und selbst einmal das Kunstcafé in Stegersbach betrieben hat. Schon damals hat sie zugunsten der Aktion Pink Ribbon Charitys organisiert.

„Als ich dann 2014 zu meinem Lebensgefährten in die Steiermark gezogen bin, waren es dann Kunstmärkte, die ich für den guten Zweck veranstaltet habe und in jener Zeit nach dem Unfall, ist meine Tochter mit der Organisation eingesprungen“, erzählt Janits, die heute in Pinkafeld wohnt. „Das Helfen liegt bei uns scheinbar in den Genen“, muss sie schmunzeln.