NEOS fordern mehr "Tempo" bei Bau von Kindergarten. NEOS-Gemeinderat Eduard Posch fordert mehr Tempo bei der Errichtung eines zweiten Kindergartens. SPÖ sagt, man sei im Plan.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 20. Juli 2019 (03:25)
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NEOS-Gemeinderat Eduard Posch hatte einen Antrag zur „Errichtung eines zweiten städtischen Kindergartens“ eingebracht. „Wir haben dies jetzt getan, weil die Gemeindeverantwortlichen bei der Gemeinderatssitzung am 1. März von einer diesbezüglichen Entscheidung im ersten Halbjahr 2019 gesprochen haben. Das ist aber nicht passiert, und die Zeit drängt“, sagt Posch. Stattdessen sei von den Verantwortlichen verkündet worden, dass einige Kindergartengruppen in der Musikschule angesiedelt werden sollen.

„So einer Lösung werden wir keinesfalls zustimmen, weil sie nicht nachhaltig ist und nicht dem Stand der Pädagogik und Qualitätsforschung für Kinderbetreuungseinrichtungen entspricht. Zudem ist das Gebäude erst um vier Millionen Euro saniert und für die Bedürfnisse der Musikschule und NMS umgebaut worden“, erklärt der NEOS-Gemeinderat.

Weiterer Umbau wäre Schildbürgerstreich

Es gleiche einem Schildbürgerstreich, wenn nach nicht einmal zwei Jahren ein Umbau des Umbaus erfolgt, weit über 200 Schüler und beinahe 20 Lehrer der Musikschule schon wieder irgendwo hinkommen und wie auf einem Schachbrett verschoben werden sollen. „Wir protestierten dagegen, wie wenig Anerkennung und Wertschätzung dieser wichtigen Bildungseinrichtung seitens der Stadtverantwortlichen entgegengebracht wird“, so Posch.

SPÖ-Bürgermeister Kurt Maczek erklärt, dass eine Ansiedelung in der Musikschule nur ein Provisorium gewesen wäre. „Durch den Gemeinderat wurde 2018 eine Arbeitsgruppe ‚Kinderbetreuung‘ eingesetzt, die sich intensiv mit den Betreuungsplätzen unserer Kleinsten auseinandersetzte. Letztendlich herrschte Übereinstimmung, dass ein Bau eines zweiten Kindergartenstandortes erforderlich sein wird. Daher wurde durch den Gemeinderat einstimmig bei der Sitzung am 14. Dezember 2018 ein straffer Zeitplan beschlossen“, erklärt die SPÖ. Dieser sieht folgendermaßen aus: 

2019: Schaffung von Grundlagen und Entscheidungsfindung.

2020: Planungen und Ausschreibungen.

2021: Baubeginn.

2022: Fertigstellung und Inbetriebnahme.

Der NEOS-Antrag sei ein Einzelvorstoß gewesen, in dem dieser Zeitplan keine Berücksichtigung gefunden hätte, weshalb er mehrheitlich, auch mit den Stimmen der anderen Fraktionen abgelehnt worden ist. Die SPÖ garantiere die Bereitstellung der erforderlichen Betreuungsplätze.