Pinkafeld

Erstellt am 13. Juli 2018, 05:37

von BVZ Redaktion

SOS-Kinderdorf setzt sich für Jugendliche ein. 65,6 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, die Hälfte davon sind Kinder unter 18 Jahren. Das SOS-Kinderdorf hilft.

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SOS-Kinderdorf Österreich unterstützt die Hilfe vor Ort, zum Beispiel in Griechenland und Syrien, aber auch in Österreich, wie Marek Zeliska, SOS-Kinderdorfleiter, in Pinkafeld, erklärt: „Im SOS-Kinderdorf Burgenland betreuen wir bis zu 40 unbegleitete Kinder und Jugendliche in Pinkafeld und Kleinhöflein. Die ersten Jugendlichen bekamen bereits Lehrstellen oder beginnen in Höheren Schulen.“

SOS-Kinderdorfleiter Marek Zeliska ist stolz auf die Fortschritte, die die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge machen.  |  BVZ

Mittlerweile melden sich Firmen aus der Region, um den Jugendlichen die freien Lehrstellen vorzustellen. „Das muss man sich vorstellen, da kommt jemand 2015 ohne Deutschkenntnisse ins Burgenland und in kurzer Zeit lernt er Deutsch und holt den Pflichtschulabschluss nach. Einige schaffen sogar die Moped- und Führerscheinprüfungen. Und dann nach drei Jahren in unserer Betreuung absolviert etwa unser Ali die Lehre zum KFZ Mechaniker in Pinkafeld. Sein Lehrherr ist zu 100 Prozent von Ali überzeugt, wir hören immer wieder, dass er mehr derartig motivierte Jugendliche brauchen könnte“, freut sich Zeliska.

Auf die Frage, ob es auch Probleme gibt, antwortet Zeliska: „Selbstverständlich, wie unter allen Jugendlichen. Sie haben die gleichen Probleme und Themen wie die österreichischen Jugendlichen und zusätzlich kommt leider die Unsicherheit dazu, wie es weitergeht. Die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie und traumatischen Ereignissen steht einigen sicher noch bevor.“ Der Weg der kleinen familienähnlichen Wohngruppen des SOS-Kinderdorfes habe sich aber bewährt. „Das SOS-Kinderdorf will die unbegleiteten minderjährigen Kinder und Jugendlichen nicht nur bewahren, sondern wirklich begleiten und fördern“, sagt der Kinderdorfleiter.