Oberwarter Hochhaus wird zum Filmset. Das Hochhaus wird im Sommer ein kreativer Ort des Films werden. Auch die Bewohner spielen dabei eine Rolle.

Von Carina Fenz. Erstellt am 12. Juni 2019 (04:11)
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Das Oberwarter Hochhaus wurde in den 1970-er Jahren errichtet und war nicht immer unumstritten. Der erste „Wolkenkratzer“ des Bezirks ist 36 Meter hoch und gilt als prägende Stadtarchitektur. Im Zuge „80 Jahre Stadt Oberwart“ fungiert das Hochhaus jetzt als Filmkulisse.

Im Zuge des Jubiläumsjahres „80 Jahre Oberwart“ soll das Hochhaus als prägende Stadtarchitektur eine positive und interessante Rolle spielen. Das Offene Haus Oberwart hat diesen Part übernommen und ein partizipatives Konzept ausgewählt. „Das Hochhaus soll damit im Juni und Juli ein kreativer Ort des Films werden. Im Vordergrund steht ein kreativer Zugang zum Medium Film“, erklärt Projektleiter Nikolai Friedrich.

Durch einen gemeinsamen Prozess von Bewohnern und Filmschaffenden wird auch ein künstlerischer Anspruch erhoben. Die drei Filmemacher Nina Rath, Ivan Pantelić und Bernd Rohrauer erarbeiten mit den Bewohnern des Hochhauses je einen Kurzfilm. „Es geht darum, dass die Leute gemeinsam etwas erschaffen und entstehen lassen. Der wichtigste Faktor ist, dass die Bewohner noch mehr zusammen wachsen“, erzählt Friedrich.

Positive Rückmeldung von den Bewohnern

Bei einem ersten Kennenlernen zwischen Bewohnern und Filmemachern hat sich das große Interesse bereits gezeigt. „Es war schön zu sehen, wie positiv die Resonanzen der Bewohner waren. Viele Leute, die Tür an Tür wohnen, hatten dabei das erste Mal näheren Kontakt“, so Friedrich.

Drehort für alle drei Kurzfilme ist das Hochhaus als verbindendes Element zwischen den Filmen. „Die Bewohner sollen die Filme maßgeblich mitgestalten, in welchen Formen ist nicht relevant. Die einen arbeiten bei der Erstellung des Konzepts mit, die anderen fungieren als Schauspieler“, weiß Friedrich. Präsentiert werden die Filme im Zuge der Buchwochen, die im Oktober im Offenen Haus Oberwart stattfinden.