Verena Eberhardt: „Man steht auf und richtet den Helm“. Der Sturz bei der WM ist Geschichte, am 4. Mai startet die Bahnsaison. Größtes Ziel: Die Olympia-Teilnahme 2020.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 17. April 2019 (01:02)
Eberhardt
Junge Südburgenländerin peilt die Olympia-Teilnahme an: Verena Eberhardt möchte ihre Chance nutzen.

Die 24-Jährige beendete die Saison 2018/19 gerade erst im März. Eine Pause gibt es aber nicht, der Fokus liegt bereits auf der Saison 2019/20, „schon im Mai beginnt die Qualifikation für die nächsten Weltcups und die Weltmeisterschaft“, so Verena Eberhardt. Aktuell trainiert sie für das erste Bahnrennen am 4. und 5. Mai in Prostejov (Tschechien). In der letzten Saison absolvierte sie viele Rennen auf der Bahn und der Straße. Bei den Omnium-Weltcups befand sie sich immer im Mittelfeld, „das war nicht schlecht. Man muss das ganze Jahr Vorausscheidungen bestreiten, dass man bei den Weltcups einen Startplatz bekommt.“

„Arbeite fokussiert auf mein Ziel hin“

Für die junge Sportlerin aus dem Südburgenland eine beachtliche Leistung. Dass sie beim Saisonfinale – der Weltmeisterschaft im März im Scratch – stürzte, ist zwar schade, „doch das gehört zum Sport dazu. Man steht dann wieder auf, richtet sich den Helm und fährt weiter, so ist das im Leistungssport.“ Für sie geht es stets bergauf, da sie ein großes Ziel, die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, vor Augen hat. „Ich arbeite fokussiert darauf hin.“ Die Qualifikation dazu läuft noch, Eberhardt muss viele Rennen positiv absolvieren, damit sie eine reelle Chance hat. Ein wichtiger Bewerb findet im Oktober in Apeldoorn mit den Europameisterschaften statt, danach warten Weltcups in Neuseeland, Australien, Hongkong und Kanada. Der Saisonhöhepunkt findet 2020 dann in Berlin mit der Weltmeisterschaft statt.

„Schönes Zwischenziel für kommende Saison“

„Erst danach steht fest, ob ich mich für Tokio 2020 qualifiziert habe. Bis dorthin werde ich alles daran setzen, dass ich perfekte Rennen absolviere.“ Einen Vorgeschmack darauf gibt es für die Südburgenländerin bereits Ende Juni bei den European Games in Minsk, die vom Olympischen Kommitee veranstaltet werden.

„Es wird sicher ein cooles Event, ein schönes Zwischenziel für die kommende Saison. Diese Ergebnisse zählen aber nicht für die Olympischen Spiele.“ Ab Oktober bis März 2020 muss sie Top-Resultate erzielen, möchte sie sich dazu qualifizieren. Die Vorbereitung auf die European Games finden Ende Mai in Amerika statt. „Ich werde in der Nähe von New York Rennen bestreiten. Im August sind dann Kriterien in Holland geplant, weitere Rennen habe ich noch nicht fixiert.“

„Es wird sicher ein cooles Event und ein schönes Zwischenziel für die kommende Saison.“ Verena Eberhardt zu den European Games in Minsk

Dennoch hat Eberhardt in ihrer jungen Karriere schon viel erreicht. „Es ist schön, dass ich auf eigenen Beinen stehe. Mit der Unterstützung des Österreichischen Bundesheeres steht mir auch ein professionelles Umfeld zur Verfügung. Ich kann mich jetzt voll auf den Radsport konzentrieren“, sagt sie abschließend.