Verena Eberhardt: Mit Husarenritt zur Silbernen. Die Bahnradsportlerin aus St. Martin/Wart holte sich in Hongkong beim Scratch-Rennen erstmals einen Platz auf dem Weltcup-Podium. Da überwog die Freude.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 04. Dezember 2019 (01:55)
Super Leistung, Verena. Die beiden Betreuer Fritz Berein und Hermann Smeets ließen es sich nicht nehmen, mit der stolzen Silbermedaillengewinnerin Verena Eberhardt ein Foto zu machen. Dabei setzte die St. Martinerin auch ihr schönstes Lächeln auf. Eine tolle Vorstellung.
Eberhardt

In der vergangenen Woche gingen in Hongkong die Weltcup-Bewerbe im Bahnradfahren über die Bühne. Mit unglaublich erfreulichem Ausgang aus südburgenländischer Sicht, denn die 24-jährige St. Martinerin Verena Eberhardt holte sich im Scratch die Silberne. Es war ihre zweite Medaille nach der Silbernen bei den European Games in Minsk im Juni.

Der Rennplan war genau der Richtige

Der BVZ erklärte Sie den Plan des Rennens, der beinahe optimal aufging: „21 Runden vor dem Ende startete ich eine Attacke und ich war eigentlich lange solo unterwegs, aber dann kam die Norwegerin Stenberg mit großem Karacho angerast und ich kam nicht mehr in ihren Windschatten“, sagte Eberhardt und ergänzte: „Es war ein bisschen ungut, dass ich da nicht mitkam, aber es war ein Husarenritt zu Silber und das ist auch richtig, richtig cool. Ich freue mich total.“

Ihr weiterer Tag dauerte dann lange, sehr lange. Erst um 22 Uhr war das Rennen beendet, ehe die obligate Dopingkontrolle folgte und sie erst gegen 24 Uhr in ihrem Hotel ankam. Von den Emotionen überwältigt, braucht es dann auch immer, ehe man die nötige Ruhe findet, um einzuschlafen. „Sofort geht das auch nicht. Man ist aufgeregt, aufgewühlt. Das schwächte mich leider fürs Omnium.“ Eigentlich lag auch darauf der Fokus, denn das Omnium ist im kommenden Jahr in Tokio olympisch und die Zeit, sich dafür zu qualifizieren, drängt. Geschwächt von den Strapazen des Vortages ging dann aber nicht mehr allzuviel und die Ausnahmekönnerin landete auf Platz 18 – zu wenig. „Das ist natürlich schade“, sagte die Medaillengewinnerin und fügte weiter an: „Ich bin aber sehr, sehr froh, dass ich Silber holen konnte. Das nimmt mir keiner mehr und so kann es eigentlich auch weitergehen.“

Nächster Halt ist in Neuseeland

Weitergehen ist auch das richtige Stichwort, denn es stehen noch drei Weltcups in der Saison auf dem Programm. Von Freitag bis Sonntag (6. bis 8. Dezember) geht es in Cambridge/Neuseeland zur Sache, vom 13. bis 15. steigen schließlich die Rennen in Brisbane/Australien, ehe es dann vom 24. bis 26. Jänner im neuen Jahr noch nach Milton/Kanada geht. Noch kann es also für Olympia klappen, wobei nun schon alles passen muss, um 2020 mit dabei zu sein.