Abgesagtes Kramuri: „Pippi hat sich verrechnet“. Zwar ist die Enttäuschung bei den Veranstaltern groß, aber die Aussteller reagierten verständnisvoll. Sarah Keil und Tina Schabhüttl setzen auf das nächste Jahr.

Von Carina Fenz. Erstellt am 24. September 2020 (05:04)
Heuer kein Kramuri im Schloss Kohfidisch (hier ein Archivbild)...
Dorothea Müllner-Frühwirth

Hochzeiten werden abgesagt, Discos zugesperrt und an Weihnachtsfeiern glaubt kaum noch jemand: Besonders hart getroffen haben die Corona-Verschärfungen der letzten Tage auch Sarah Keil und Martina Schabhüttl, die am kommenden Wochenende zum „Kramuri“ ins Schloss Kohfidisch eingeladen hätten.

Seitens der Behörde — die redet sich auf die Gemeinde aus — hätte man keine Genehmigung bekommen. „Das vorgelegte Konzept hätte rund 2.000 bis 3.000 Besucher beinhaltet. Weil es eine Veranstaltung ohne zugewiesen Sitzplätze ist, konnte diese nach Covid-Rechtslage nicht genehmigt werden“, erklärt Bezirkshauptmann Helmut Nemeth.

„Im Endeffekt sind wir dafür bestraft worden, weil wir alles richtig machen wollten“, muss sich Sarah Keil dann doch ein wenig ärgern. „Wir haben bei der Behörde eine Veranstaltung angemeldet und keinen Kunst- und Handwerksmarkt. Der wäre durchführbar gewesen, aber ohne Eintritt und Verköstigung“, erklärt Keil die Gründe der Absage.

„Der Ärger der ersten Tage ist mittlerweile schon verflogen, auch mit dem Hintergedanken, wer weiß, für was es gut war“, erklärt die Schlossherrin, die die Absage mittlerweile schon ein wenig mit Humor nimmt, „auch wenn es gerade jene Kunst- und Handwerkszene trifft, die ohnehin seit Monaten auf Einnahmen verzichten müssen.“

„Und weil das Motto für das Kramuri im heurigen Jahr Pippi Langstrumpf gewidmet gewesen wäre, können wir beim nächsten Anlauf im Jahr 2021 dann einfach sagen, dass sich die gute Pippi verrechnet hat“, schmunzelt Keil. Die Planungen für die Gartentage im Juni sollen in den nächsten Wochen aber wieder starten.