Vandalenakte in Pinkafeld sorgen für Entsetzen. Die Polizei sowie das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung ermitteln in Pinkafeld wegen mehrerer Schmierereien mit Nazi-Symbolen.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 12. Juni 2019 (04:29)
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Eine Ortstafel wurde mit einem Hakenkreuz verunstaltet. Die Polizei ermittelt.

Vergangene Woche sorgten Vandalenakte für Aufregung in Pinkafeld. „Wir wurden darüber informiert, dass zwei Stationen des Kreuzweges auf dem Kalvarienberg beschmiert wurden und sind sofort hingefahren“, erklärt Fritz Luisser vom „Verein zur Renovierung der Kreuzwegstationen am Kalvarienberg“.

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Dabei mussten die Vereinsmitglieder feststellen, dass bei der vierten und sechsten Station die Wände und Mosaike mit Nazisymbolen in grüner Farbe verunstaltet worden sind.

„Ich war am Sonntag noch vor Ort, da wir ja derzeit die Stationen reinigen und sanieren. Da war noch alles in Ordnung“, so Luisser, der den Vorfall auch gleich der Polizei gemeldet hat. „Die Wände der Stationen können wir sicher leicht reinigen. Leider wissen wir nicht, ob wir die Mosaike unbeschadet von der Farbe befreien können“, zeigen sich Fritz Luisser und seine Vereinskollegen, die sich seit Jahren für die Erhaltung der Kreuzwegstationen einsetzen, über die Tat bestürzt.

Franz Binder
Die Wände und Mosaike zweier Kreuzwegstationen wurden beschmiert.

Auch die Gemeinde Pinkafeld war von den Schmierereien betroffen, eine Ortstafel wurde mit einem Hakenkreuz besprüht. Nach den Vorfällen hat die Polizei nun Ermittlungen eingeleitet. „Auch ein Fahrzeug wurde mit grüner Farbe beschmiert“, heißt es vonseiten der Landespolizeidirektion. Derzeit gebe es keine Hinweise auf den oder die Täter, man könne aber davon ausgehen, dass die Vandalenakte in Zusammenhang stehen. Neben der Polizei ermittelt jetzt auch das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung.