Oberwart

Erstellt am 02. Dezember 2018, 08:51

von NÖN Redaktion

30 Jahre „Frauen für Frauen“. Der Verein „Frauen für Frauen“ lud anlässlich des 30-jährigen Bestehens zu Impulsivvorträgen und einer Podiumsdiskussion.

Frauenlandesrätin Astrid Eisenkopf, Gründerin des ersten Frauen Gesundheitszentrums Beate Wimmer-Puchinger, Hannah Steiner vom Netzewrk Österreichischer Frauen und Mädchenberatungsstellen, Landesgeschäftsfühererin des AMS Burgenland Helene Sengstbratl.  |  Rosa Nutz

„Frauen für Frauen Burgenland“ wurde im November 1988 gegründet. Damals hat sich eine Gruppe burgenländischer Frauen zusammengetan, zunächst um sich selber zu vernetzen, die eigenen Anliegen und Frauenthemen generell auszutauschen und diese Frauenfragen auch einer öffentlichen Diskussion zuzuführen.

Gabriele Huterer, Obfrau des Vereins „Frauen für Frauen“ eröffnete die Podiumsdiskussion anlässlich 30 Jahre „Frauen für Frauen“.  |  BVZ

Die erste Frauenberatungsstelle des Landes seit 1989, zwei weitere in Güssing und Jennersdorf sowie das Frauenberufszentrum Oberwart und die Frida Frauenbibliothek machen die Erfolge von Frauen für Frauen Burgenland unübersehbar. Im Vorjahr hat der Verein „Frauen für Frauen Burgenland“ im Südburgenland 5.767 Einzelberatungskontakte für 2.691 Frauen dokumentiert. „Zählt man auch E-Mails und Telefonate hinzu, steigt diese Zahl auf über 13.000 Kontakte allein im Vorjahr“, sagt Geschäftsführerin Renate Holpfer im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich 30 Jahre Verein „Frauen für Frauen Burgenland“.

Das Ziel von „Frauen für Frauen“ ist es, die Lebenssituation der Frauen zu verbessern und helfend beizustehen. Auch bei häuslicher Gewalt unterstützt der Verein. „Oft ist es Scham, die davon abhält, sich zu trennen und Hilfe zu suchen, doch gemeinsam findet man immer eine Lösung“, erklärte Beate Wimmer-Puchinger, Gründerin des ersten Frauengesundheitszentrums in Wien, beim Festakt.

„Oft ist es Scham, die davon abhält, sich zu trennen und Hilfe zu suchen, doch gemeinsam findet man immer eine Lösung“

Stand dem Verein in der Anfangszeit nur eine Halbtagskraft zur Verfügung, so ist „Frauen für Frauen „mittlerweile auf 22 Mitarbeiterinnen und etwas mehr als 16 Vollzeitarbeitsplätze gewachsen. In den drei Beratungsstellen Oberwart, Güssing und Jennersdorf arbeiten zehn Beraterinnen, drei Ärztinnen auf Honorarbasis und eine Psychotherapeutin. 2017 standen dem Verein rund 962.000 Euro zur Verfügung, der Anteil der Landesförderung beträgt 72.000 Euro.

Hannah Steiner vom Netzwerk Österreichischer Frauen und Mädchenberatungsstellen erntete für ihre Worte großen Applaus.  |  BVZ

„Weitere bedeutende Unterstützer sind das Arbeitsmarktservice sowie das Frauen- und Familienministerium“, sagt Holpfer. Besonders hervorstreichen will sie aber die Zusammenarbeit mit dem burgenländischen Frauenreferat – zuerst unter der Führung von Landesrätin Verena Dunst, jetzt mit Astrid Eisenkopf an der Spitze: „Gemeinsam machen wir seit langem Nägel mit Köpfen – und werden das auch weiterhin tun.“