Hilfe bei Katastrophen: Ernstfall wurde geprobt

Erstellt am 21. September 2022 | 12:38
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Bei einer Katastrophen-Hilfs-Dienst Übung mit fast 1.100 Feuerwehrleuten aus drei Ländern, dem Roten Kreuz, der Rettungshundebrigade und der Polizei wurde der Katastrophenfall geprobt.

Katastrophenhilfszüge der Feuerwehren aus dem Burgenland, der Steiermark, Ungarn und Slowenien, die Polizei, das Rote Kreuz und eine Rettungshundestaffel übten zwei Tage lang im Bezirk Oberwart.

Der Bezirk Jennersdorf nahm mit einem Zug bestehend aus 51 Kameraden der Feuerwehren Rohrbrunn, Heiligenkreuz, Mogersdorf, Maria Bild, St. Martin/Raab, Minihof Liebau, Grieselstein und Oberdrosen an der Großübung teil. Auch mit dabei waren zwei Züge aus dem Bezirk Güssing, jener aus Güssing mit Zugskommandant Mario Unger und jener aus Stegersbach mit Klaus Sabara, von dem es großes Lob für die Ausrichtung der Übung gab.

„Es war ein super Zusammenspiel aller Kräfte“, so Sabara. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der Katastrophenhilfsdienst-Einheiten des Landesfeuerwehrverbandes zu optimieren. Die rund 1.100 Feuerwehrmitglieder mit 134 Fahrzeugen wurden mit unterschiedlichen Übungsszenarien, die durch schwere Niederschläge mit Sturm und Hagel ausgelöst wurden, konfrontiert.

Teilweise waren Ortsteile und Ortschaften durch umgestürzte Bäume und Hangrutschungen nicht erreichbar. Beschädigte Hausdächer und Stromleitungen und dadurch ausgelöste großräumige Stromausfälle erschwerten die Arbeiten der Florians. Bei mehreren Verkehrsunfällen im Katastrophengebiet mussten immer wieder verletzte Personen aus den beschädigten Fahrzeugen gerettet und versorgt werden. Auch körperlich wurden die Einsatzkräfte gefordert, so mussten Sandsäcke gefüllt und Dämme errichtet werden.

Nach rund 24 Stunden fand am Samstag in Oberwart die Schlusskundgebung statt. Als Übungsbeobachter nahmen unter anderem Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf, Landesrat Heinrich Dorner und der Präsident des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Robert Mayer teil.

Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf zeigte sich stolz über die erbrachten Leistung der Feuerwehren, die unter schwierigsten Verhältnissen hervorragende Arbeit leisteten. „Was die Frauen und Männer die zwei Tage bei Tag und bei Nacht, leisteten war gewaltig. Bei dieser Übung haben die burgenländischen Feuerwehren einmal mehr bewiesen, dass sie Krisenbewältiger sind und die Bevölkerung sich auf die Wehren des Landes verlassen kann.“

Auch Landesfeuerwehrreferent Heinrich Dorner war mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. „Unsere Einsatzkräfte sind bekannt dafür, dass sie rasch, professionell und effizient vorgehen. Übungen dieser Art mit den anderen Organisationen, geben ihnen das nötige Rüstzeug, wenn es erforderlich ist“, so Heinrich Dorner. Es sei außerdem sehr wichtig, dass die Feuerwehren gemeinsam mit den anderen Katastrophenhilfsdiensten trainieren können, um so immer für den absoluten Ernstfall gerüstet zu sein.