Erstellt am 20. Juni 2018, 04:43

von Michael Pekovics

Unwetter sind vorerst vorbei. Nach Austausch der Luftmassen ist es vorerst vorbei mit den beinahe täglichen Unwettern, die über die Region gezogen sind. Jetzt sechs Wochen Zeit für Entschädigungsantrag.

Spektakuläre Wolkenformationen. So ungewöhnlich wie die Unwetterserie waren auch die Wolkenformationen, die sich in der Vorwoche über der Region auftürmten. Wie hier am Foto von Meli Schuch, aufgenommen in Unterkohlstätten.  |  BVZ, zVg/Schuch

Am Donnerstag der Vorwoche hatte die Unwetterserie plötzlich ein Ende. Grund dafür waren neue, kühlere Luftmassen, mit den beinahe täglichen Gewittern über einen Zeitraum von rund zwei Wochen ist es damit vorerst vorbei.

Das österreichische Blitzortungssystem ALDIS verzeichnete heuer bereits 66.000 Blitzeinschläge in ganz Österreich, das ist der stärkste Start in die Blitzsaison seit dem Jahr 2009.

Feuerwehren hatten wieder viel zu tun

Der Schwerpunkt der Unwetter lag in der Vorwoche abermals über dem südlichen Burgenland, speziell betroffen war der Bezirk Jennersdorf. Vor allem in Rudersdorf hatten die Florianijünger viel zu tun. Die Wassermassen waren so gewaltig, dass ein Pkw in einer Garage sogar bis zur Decke aufgeschwommen war. Insgesamt elf Feuerwehren standen im Bezirk Jennersdorf im Einsatz.

Auch aus dem Bezirk Güssing wurden Feuerwehreinsätze gemeldet, in Stinatz gab es zum Beispiel acht Alarmierungen.

Auch in Großpetersdorf im Bezirk Oberwart wüteten Unwetter, die Florianijünger hatten es hier auch mit umgestürzten Bäumen zu tun, welche die Verkehrswege blockierten. Die Schäden in der Landwirtschaft hielten sich im Südburgenland, anders als im mittleren Landesteil, zum Großteil in Grenzen.

Für geschädigte Privathaushalte hat das Land einen Katastrophenfonds eingerichtet. Für die Antragsstellung hat man sechs Monate Zeit, alle erforderlichen Informationen dazu gibt es in den jeweiligen Gemeindeämtern, die den Antrag auch abstempeln müssen.