Bezirk Güssing tanzt aus der Reihe. Im Burgenland gab es im Jahr 2019 insgesamt 33 Verkehrstote. Im Bezirk Güssing wurde kein Mensch im Straßenverkehr getötet.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. Januar 2020 (06:33)
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“33 Todesopfer, so lautet die schreckliche Unfallbilanz für das Burgenland im Jahr 2019“, informierte der VCÖ zu Jahresbeginn. Die Zahl der Verkehrstoten hat sich im Vergleich zum Jahr 2018, als 13 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet, mehr als verdoppelt. „Aber auch österreichweit ist die Zahl der Verkehrstoten statt zu sinken wieder gestiegen. Laut vorläufiger Unfallbilanz des BMI kamen 410 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben“, informiert der VCÖ.

Im Jahr 2018 gab es laut vorläufigen Daten des BMI vom 1. Jänner 400 Verkehrstote, nach endgültigen Daten der Statistik Austria stieg die Zahl der Todesopfer auf 409. Auch für heuer ist ein weiterer Anstieg zu befürchten. Positive Ausnahme in der traurigen Statistik ist der Bezirk Güssing, der hier aus der Reihe tanzt, denn hier kam im vergangenen Jahr kein Mensch im Straßenverkehr ums Leben. Besonders alarmierend: Die Anzahl der Kinder, die im Straßenverkehr getötet wurde, hat sich in Österreich von drei auf 16 verfünffacht. Der VCÖ spricht sich für ein umfassendes Sicherheitspaket für den Straßenverkehr aus, unter anderem mit niedrigeren Tempolimits, der Aufnahme von Handy am Steuer und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.

Im Jahr 2020 soll die Zahl der Verkehrstoten auf unter 312 sinken. „Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn auf Bundesebene deutlich stärker als bisher gegen die Hauptursachen der tödlichen Unfälle - zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit – vorgegangen wird“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.