Lärmbelästigung: Ortschef "bittet um Verständnis“. Laut Bescheid der Bezirkshauptmannschaft wird eine Sandgrube zugeschüttet. Lärmbelästigung für die Bevölkerung ist enorm.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 27. Juli 2020 (06:31)
Sandgrube wird zugeschüttet. Die Erde wird von Oberwart in den Ortsteil Willersdorf transportiert.
BVZ

Ein Teil des Erdaushubes vom Neubau des Krankenhauses Oberwart wird in Willersdorf entsorgt. Dort gibt es einen gültigen Rückbaubescheid der Bezirkshauptmannschaft Oberwart für eine Sandgrube. Dieser besagt, dass die Sandgrube der Familie Geschray wieder geschlossen wird, mit eben jenem Erdaushub vom Krankenhaus-Neubau.

Die Lkw, die jene Tonnen von Erde nach Willersdorf bringen, verursachen Staub und Lärm, was bei der Bevölkerung für Unmut sorgt. Ortschef Hans Unger bittet um Verständnis: „Die Gemeinde hat bereits vorab ein Rundschreiben ausgeschickt, wo über das vermehrte Lkw-Aufkommen in Oberschützen und Willersdorf informiert wurde.“ Bürgermeister Unger sagt dazu: „Leider kann die Gemeinde nichts für diese Belästigung. Ich bitte daher die Ortsbevölkerung um Verständnis.“

Es sei Sache zwischen dem Eigentümer der Sandgrube, der Bezirkshauptmannschaft und den bauausführenden Firmen. „Ich habe zwar Gespräche mit den Baufirmen geführt, damit die Lkw-Fahrer die Geschwindigkeit einhalten. Leider funktioniert das nicht immer, daher wurden Tempo-Anzeigen für die Geschwindigkeitsmessung im Ortsteil aufgestellt“, erzählt Unger weiters. Gemeinderat und Ortsvorstand Ernst Karner sagte dazu: „Es wurde vertraglich festgelegt, dass die Straßen, die durch die Lkw beschädigten Teilstücke saniert werden. Natürlich sind diese Fahrten eine enorme Belastung für uns.“

Und Grünen-Landtagsabgeordneter und Gemeinderat Wolfgang Spitzmüller sagte dazu: „Es gibt von meiner Seite aus keine Kritik an die Gemeinde. Es geht darum, dass die Anrainer dort sehr unter der Belästigung leiden und wir froh sind, wenn die Fahrten in wenigen Tagen wieder vorbei sind.“