Karl Reiter: „Exklusivität ist Teil unseres Konzeptes“. Aktuell ist der Wanderweg in Richtung St. Martin nicht mehr benützbar. Hotelier Karl Reiter musste handeln.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 29. Juni 2020 (05:13)

Die Causa gesperrte Wege für die Bevölkerung, die in Richtung St. Martin in der Wart wandern wollten, geht in die nächste Runde. Um den Weg auch in der Zukunft öffentlich halten zu können, wurde die Initiative „Öffentlicher Weg Bad Tatzmannsdorf - St. Martin soll öffentlich bleiben“ ins Leben gerufen. Die Unterschriftenliste wollen die Initiatoren dem Bürgermeister übergeben.

Rehling fordert Zutritt auf öffentlichem Gut

Zuletzt meldete sich Herbert Rehling zu Wort, der einige Fragen aufwirft, um Licht ins Dunkel zu bringen: „17 Jahre, also seit 2003, hat das niemanden gestört. Karl Reiter darf seinen Privatbesitz einzäunen, aber nicht öffentliches Gut. Dort spazieren Leute seit 30 Jahren, ein Servitutsrecht kann nicht erlöschen“, erklärt Rehling. Er stellt weiters einige Fragen in den Raum, „wer hat die Verbotstafeln aufstellen lassen und einzelne Tafeln wieder weggenommen? Wir haben kein Problem damit, wenn er seinen Privatbesitz abgesperrt, aber auf öffentlichem Gut sollte ein Zutritt möglich sein.“

Karl Reiter nimmt Stellung: „Diese Exklusivität ist Teil unseres Konzeptes. Diese wollen wir auch umsetzen. Keine Ahnung, warum die Zusatztafeln weggenommen wurden. Damit beschäftigt sich mein Jurist“, sagt Reiter. Er fügt noch dazu an, dass alle Berechtigten einen Berechtigungsschein erhalten. Reiter meint weiters: „Wir machen nichts anderes, als unseren Bereich privat zu halten.“

Dass es in den letzten Jahren nicht gestört hätte, kann der Hotelier nicht bestätigen: „Unsere Gäste und auch die Golfclubmitglieder finden die Aktion super. Wir mussten uns immer wieder mit Klagen von Mitgliedern abfinden. Außerdem mutierten wir in den letzten Wochen während ‚COVID-19‘ zu einem kostenlosen Ausflugsziel. Ich bitte alle darum um Verständnis, dass wir auf Exklusivität bauen.“

SPÖ-Bürgermeister Gert Polster wollte zum Thema keine Stellungnahme abgeben, sein ÖVP-Vize Stefan Laimer bestätigte, dass es vor der Gemeinderatssitzung am 30. Juni keine Auskunft gibt.