Riedlingsdorf bekommt neuen Bauhof. Die OSG errichtet den neuen Bauhof. Für die Kosten von 1.386.292,47 Euro kommt die Gemeinde als Mieter auf.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 03. Mai 2020 (12:50)

Im Vorfeld gab es Kritik von ZLR-Gemeinderat über die Ausschreibung des Bauhofs. Er kritisierte, dass sich bei der Ausschreibung, die nur im Internet zu finden war, mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft nur ein Interessent fand und so kein Wettbewerb gegeben war. Bei der Gemeinderatssitzung selbst gab es dann von Schuch keine Kritik mehr über diesen Punkt, bei der Abstimmung des Projektes enthielt sich seine Partei dennoch.

Einem Bau steht nichts mehr im Wege

Der neue Bauhof kostet 1.386.292,47 Euro, wobei 25 Jahre eine monatliche Belastung der Re-Finanzierung von 4.320 Euro auf die Gemeinde zukommt und eine Kündigung nicht möglich ist. Danach besteht für Riedlingsdorf noch eine Restzahlung von 254.000 Euro. „Dann gehört der Bauhof der Gemeinde“, so Kollar abschließend.

SPÖ und ÖVP stimmten nach den Aussführungen von Alfred Kollar positiv über den Baurechtsvertrag und Mitvertrag mit der OSG ab, die ZLR-Gemeinderäte Mario Schuch und Thomas Neid enthielten sich der Abstimmung. Einem Bau steht nichts mehr im Wege, schon bald soll der Spatenstich stattfinden. Ebenso wird von der OSG ein weiteres Projekt in der Gemeinde umgesetzt. Es werden zehn neue Seniorenbungalows (65 bis 68 Quadratmeter“ plus Balkon) errichtet. Dazu beschloss der Gemeinderat mit 19/2 Stimmen den Verkauf des dafür notwendigen Grundstückes.

Weitere Kritik gab es beim Abfallsammelzentrum, wo für die Zukunft ein Plan ausgearbeitet werden soll, damit es zu keiner Staubildung wie zuletzt kommt.

Bürgermeister Wilfried Bruckner sagte dazu: „Es gibt momentan einen Ausnahmezustand. Wir haben Zeit, dass wir uns beim Obi oder McDonald’s anstellen, aber nicht bei der Müllsammelstelle.“ Er nahm dabei die Kritik von der ZLR-Liste auf. Mario Schuch plädierte für eine Änderung der Öffnungszeiten. Sein Antrag wurde mit elf Stimmen (sieben dafür, eine Enthaltung) abgelehnt. Beim Punkt Ehrenringverleihung für den ehemaligen Amtmann Gerhard Ziermann wurde über die Vorgangsweise diskutiert. „Vielleicht sollten wir für die Zukunft einen Kriterienkatalog festlegen“, sagte ÖVP-Gemeindevorstand Florian Piff. Der Bürgermeister nahm die Kritik auf: „Wir können gerne darüber sprechen.“ Danach wurde die Verleihung für Ziermann einstimmig von den Parteien (SPÖ, ÖVP, FPÖ, ZLR) beschlossen.

Ebenso wurde die Umsetzung von zwei Photovoltaikanlagen beschlossen. Beide Modelle sollen als Bürgerbeteiligungsprojekte entstehen und am Dach der Volksschule und der Gemeinde installiert werden. Beide Projekte wurden einstimmig beschlossen.