„Die Zauberflöte“. In der Saison 2019 steht mit der Zauberflöte eine der beliebtesten Opern überhaupt auf dem Spielplan. Die Premiere ist am 10. Juli auf einer der eindrucksvollsten Freilichtbühnen Europas. Die schroffe Felslandschaft des Steinbruchs bietet die atemberaubende und märchenhafte Kulisse für Mozarts Parabel auf die Liebe und Vernunft.

Erstellt am 08. Juni 2018 (11:50)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Oper im Steinbruch
Katharina Schiffl

Der Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht entsandt, ihre Tochter Pamina zu retten, die von Sarastro entführt wurde. Ihm zur Seite gestellt wird der Vogelfänger Papageno. Tamino erhält eine Zauberflöte, Papageno ein magisches Glockenspiel um wilde Tiere zu zähmen, Prüfungen zu bestehen und Rätsel zu lösen. Wer wird siegen – Nacht oder Tag? Gut oder Böse? Am Ende bleibt allein die Liebe die Siegerin. Prinz und Prinzessin finden zueinander, gehen miteinander durch Feuer und Wasser, und auch der Vogelfänger darf sein „geliebtes Täubchen“ in die Arme schließen.

Auch über 200 Jahre nach seiner Uraufführung in Wien fasziniert Mozarts Meisterwerk Jung und Alt, lässt Zuschauer nachdenken, mitfiebern und in einem unbeschreiblichen Reichtum an Melodien schwelgen. Volkstheater wollte „Die Zauberflöte“ stets sein, im besten und wahrsten Sinn des Wortes, und echtes Volksgut sind mittlerweile viele musikalische Hauptthemen geworden: Papagenos Vogelfängerlied, Taminos verträumt-innige Betrachtung des „bezaubernd schönen Bildnisses“ oder Paminas verschattet  melancholisches „Ach, ich fühl‘s“. Vor allem die virtuosen Koloraturarien der Königin der Nacht reißen das Publikum damals wie heute zu Beifallsstürmen hin, und für manch eingefleischten Opernfan sind sie die frühesten Erinnerungen an die leidenschaftliche Begeisterung, die die Oper immer noch und immer wieder auszulösen vermag.

Bei der nächstjährigen „Zauberflöte“ im Steinbruch wird niemand geringerer als Cornelius Obonya mit seiner Ehefrau, der Regisseurin Caroline Pienkos, die Regie übernehmen. Die beiden haben heuer im Jänner mit ihrer „Fledermaus“-Regie an der Mailänder Scala bereits Erfahrung gesammelt. „Wir freuen uns wahnsinnig auf diese große Aufgabe und sind begeistert, wie kreativ und konstruktiv das ganze Esterhazy-Team arbeitet.“ so Obonya und Pienkos über ihre Arbeit. Und sie ergänzen: „Auf so einer großen Bühne zählt die große Geste, das große Bild. Die „Zauberflöte“ gibt alles her, was das Genre zu bieten hat: Liebe, Komödie, die großen Lacher und auch das Weinen.“ Nach „Der Liebestrank“ im Jahr 2016 wird sich bei der Zauberflöte 2019 wieder der deutsche Dirigent Karsten Januschke am Dirigentenpult im Steinbruch St. Margarethen einfinden.

Oper im Steinbruch
zVg