Umbruch beim ASV Steinbrunn. Der ASV Steinbrunn und Erfolgscoach Robert Rainalter gehen getrennte Wege. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits, es werden schon intensive Gespräche geführt.

Von Lukas Leier. Erstellt am 27. November 2020 (01:12)
Robert Rainalter und der ASV Steinbrunn gehen ab sofort getrennte Wege. Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren.
Schneeweiß

Es gibt Nachrichten, die muss man zweimal lesen, dass man sie wirklich glaubt. Die Nachricht eines Trainerwechsels in Steinbrunn fällt beispielsweise in diese Kategorie. Zweieinhalb Jahre lang schwang Robert Rainalter das Trainerzepter beim ASV und unter seiner Ägide wurde Steinbrunn ein Spitzenteam in der 1. Klasse Nord. Bereits in der Saison 2018/19 war man dem Aufstieg nah. Nach Hinrundenplatz neun, brachte eine fulminante Rückrunde die Steinbrunner auf den dritten Platz, nur zwei Punkte fehlten auf den zweiten und damit Aufsteiger Tadten.

Den Schwung konnte man auch in die Saison 2019/20 mitnehmen und nach der Hinrunde waren es bereits acht Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Doch der große Gegner kam abseits des Feldes auf. Nach der Corona-Krise und der Annullierung der Saison wurde es wieder nichts mit dem Aufstieg, der wohl von der Konkurrenz nur schwer verhindert hätte werden können.

Emotionaler Abschied per Videonachricht

Unglaubliche 27 Spiele war man in der Liga bereits ungeschlagen, als es in die heurige Saison ging. Trotz neuer Spieler wie Christian Frkat, konnten die Erfolge der letzten Jahre – zumindest ergebnistechnisch – nicht ganz fortgesetzt werden. Der Saisonstart war zwar erfolgreich und mit Siegen über Hornstein und Neudorf ging es in die dritte BFV-Cup-Runde.

In der Liga startete man allerdings mit zwei Unentschieden gegen vermeintlich schwächere Gegner und in der dritten Runde riss nach mittlerweile 29 Spielen auch die rekordverdächtige Serie der Ungeschlagenheit mit einer Niederlage in Nickelsdorf. Spielerisch zeigten die Steinbrunner dabei dennoch weiterhin gute Leistungen, lediglich die souveränen Ergebnisse der letzten Jahre fehlten. Dennoch steht der Verein mit 15 Punkten und Rang vier weiterhin mitten im Aufstiegsrennen und gehört auch nach wie vor vor allem spielerisch zu den Top-Teams der Liga.

„Wir waren mit Cup-Spielen eingerechnet über 30 Spiele ungeschlagen.“ Der scheidende Steinbrunn-Trainer Robert Rainalter darf auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken

Eine Trennung aus fehlender Leistung war es somit nicht, wie auch Obmann Harald Marczinyas bestätigte: „Wir hatten vergangene Woche ein gutes Gespräch, es gab leicht unterschiedliche Zielauffassungen und daher kam es zur Trennung. Es war ganz klar eine Trennung im Guten, wir können uns weiterhin in die Augen schauen. Ich möchte mich auch noch einmal bei Robert für seine erfolgreiche Arbeit bedanken.“ Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits, es werden schon intensive Gespräche mit zwei, drei Kandidaten geführt und in den nächsten Wochen soll eine Lösung fixiert sein.

Auch Robert Rainalter sieht ein „einvernehmliches Auseinandergehen im Guten“. Er selbst verabschiedete sich mit einer emotionalen Videobotschaft von seinen Spielern, dem aktuellen Vorstand aber auch dem Altvorstand, bei dem er sich ebenfalls bedankte.

„Leider ist es jetzt in der Corona-Zeit nicht möglich, den Abschied anders zu gestalten. Neben dem Video habe ich mich auch noch telefonisch bei jedem Spieler verabschiedet. Es war ein schönes Kapitel mit vielen Erfolgen in den zweieinhalb Jahren. Wir waren mit Cup-Spielen eingerechnet über 30 Spiele ungeschlagen. Ohne Corona wären wir auch wahrscheinlich aufgestiegen und auch heuer sind wir mitten im Aufstiegsrennen gewesen und in der 3. Runde im BFV-Cup.“ Diese Erfolge will Robert Rainalter auch in einen neuen Verein mitbringen, wie er, angesprochen auf seine Zukunft, meint: „Ich bin nun offen für alles, werde mir auch jedes Angebot anhören und hoffe, dass etwas Interessantes dabei ist“, gönnt sich der Ex-Steinbrunn-Coach keine Pause.