Verteidiger hielt Purbachs Kasten sauber!. Beim 1:0 gegen Eisenstadt blieb „Keeper“ Christoph Berger ohne Gegentor.

Von Thomas Steiger. Erstellt am 16. Oktober 2019 (02:52)
Purbach-Keeper Michael Berger musste nach zehn Minuten verletzt ausgewechselt werden. „Zweier“ Christoph Berger hielt den Kasten sauber.
BVZ

Der Fußball schreibt oft die kuriosesten Geschichten – wie auch vergangenes Wochenende in Purbach. In der Freitagabend-Partie trafen Purbach und der SC Eisenstadt aufeinander.

Nach zehn Minuten ereignete sich dann die Szene des Spieltags: Purbach-Tormann Michael Berger musste verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam der Ersatztorhüter. Doch der „Zweier“ ist kein gelernter Tormann, es war Kapitän Christoph Berger, seines Zeichens Defensiv-Allrounder, der (eben weil kein Ersatzgoalie dabei war) im fliegenden Wechsel ins Tor ging. Statt „Einser“ Michael Berger kam Marc Heger ins Spiel, der die Verteidigung verstärkte.

Im Normalfall wäre das ein dicker Vorteil für die Gäste gewesen, wenn kein gelernter „Goalie“ das Tor hütet – doch nicht in diesem Spiel. Berger, und zwar der Spieler, hielt bis zum Abpfiff der Partie seinen Kasten sauber und verhalf seinem Team somit zu einem wichtigen Heimsieg.

Purbach-Sektionsleiter Sascha Schmidt: „Natürlich ist das ein Wahnsinn und ein unglaubliches Pech, wenn der Keeper verletzt runter muss und man keinen gelernten Tormann mehr draußen hat. Aber dass der Christoph uns dann noch bis zuletzt im Spiel gehalten hat und quasi jeden hohen Ball runterpflückte, ist natürlich das Tüpfelchen auf dem I.“

Dass das Spiel dann 1:0 für Purbach endete, spricht auch nicht gerade für die Offensivabteilung des SCE. Kampitsch und Co. blieben harmlos und zwangen Berger nicht einmal zu einer Parade. „Das war für mich, ehrlich gesagt, ein bisschen überraschend, dass sie so wenig aufs Tor geschossen haben. Normalerweise feuert man da aus jeder Distanz“, so Schmidt.