Notlösungen oder doch Ausverkauf in Trausdorf?. Gerüchten zu Folge will man in Trausdorf die Saison ordentlich zu Ende bringen – doch mit welchem Spielermaterial?

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 11. Dezember 2019 (02:30)
Sasa Stojnic. Er kehrte nach einem Deutschland-Abenteuer wieder nach Trausdorf zurück. Im Winter geht er nach Obergänserndorf.
Plattini

Dass der Pachtvertrag mit den Esterhazy-Betrieben (auch der Tennisklub ist davon betroffen), auf deren Grund sich der Fußballplatz des SC Trausdorf befindet, am 31. August 2020 ausläuft, ist bekannt. Verhandlungen zwischen Gemeinde und dem Großgrundbesitzer verliefen bislang zäh – Sportverein und Gemeinde standen wochenlang im sogenannten „Leo“. Doch schon demnächst soll sich etwas tun. Esterhazy hat den Termin mit der Gemeinde vorverlegt“, merkt Kassier Christian Rotpuller an.

Ob dieses Argument Sicherheit gibt? Immerhin sind Ex-Spielertrainer Goran Batar (St. Georgen), Sasa Stojnic (Obergänserndorf), Nikola Tadic (Weissenbach) und Istvan Varga schon weg. „Alle anderen Spieler haben Kontrakte bis zum Sommer 2020“, so Rotpuller.

Obmann Günter Guszich, der momentan im Urlaub weilt, soll sogar schon einen neuen Trainer engagiert haben. „Ein Bekannter aus dem burgenländischen Fußball“, lässt sich Rotpuller ein Detail entlocken.

Ans Aufhören oder Aufgeben denken sowohl Guszich als auch Rotpuller nicht. „Zusperren, das wäre der Plan C“, meint der Kassier. „Wir wollen die Saison ordentlich zu Ende bringen. Man wird bei unseren Heimspielen weiterhin einen Spritzer trinken können.“

Anders sieht die Lage Jugendleiter (und Co-Trainer sowie Sektionsleiter) Jürgen Payrich. „Da werden nur mehr lebenserhaltende Maßnahmen gesetzt“, meint Payrich. Er stand dem Verein früher viel näher – war als U23-Organisator und Co-Trainer oft genug am Platz. „Ich kümmere mich, solange es hier noch möglich ist, um den Nachwuchs“, so Payrich.

U6, U9, U10-Mädchen und U12 – diese Altersklassen sah man im Herbst am Trausdorfer Sportplatz. Und die Revue, für welche er oft noch seine Fußballschuhe schnürte? „Das ist ja keine U20, sondern eine Ü45-Truppe“, schüttelt er den Kopf. „Zu acht am Sonntag nach Apetlon zu fahren, das macht wenig Sinn.“