Kozlica-Abgang „korrekt gelaufen“. Nach vier gemeinsamen Jahren bei den Dragonz beendeten Verein und Trainer Dusan Kozlica die Zusammenarbeit.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 25. März 2020 (13:28)
Pictorial/S.Proell

Seit vergangener Woche ist es fix: Kommende Saison wird Dusan Kozlica nicht mehr bei den BBC Nord Dragonz als Coach vom Spielfeldrand die Anweisungen geben.

„Es war eine einvernehmliche Trennung“, betont Kozlica gegenüber der BVZ. Der Verein habe Interesse bekundet, auch die nächsten Jahre zusammenzuarbeiten, ebenso Kozlica. Aber: „Ich habe das damalige Angebot vor zwei Wochen nicht angenommen. Wir haben uns finanziell und auch bei den sportlichen Vorstellungen nicht geeinigt.“ Für den scheidenden Coach war seit Beginn des gemeinsamen Weges vor vier Jahren das langfristige Ziel immer die 1. Bundesliga. In einem Gespräch mit BBC Nord-Obmann Roland Knor habe er dann erfahren, dass der Vorstand sich noch nicht für die höchste österreichische Spielklasse bereit sieht und auch finanzielle Bedenken geäußert hat. „Das habe ich selbstverständlich respektiert, auch wenn meine Einschätzung eine andere war.“ Zu den vom Vorstand angebotenen Konditionen sei er nicht bereit gewesen, einen Vertrag für mehrere Jahre zu unterschreiben.

„Stolz auf die Leistung der letzten vier Jahre“

Die Meinung von Obmann Knor, dass der Verein eine Veränderung brauchen würde (siehe BVZ KW12), teilt Kozlica nicht: „Wieso man nach der erfolgreichsten Saison in der Vereinsgeschichte Veränderungen braucht, erschließt sich mir nicht.“ Es sei aber jedenfalls eine Trennung im Guten gewesen: „Ich würde nie etwas gegen den Club sagen, es ist alles korrekt gelaufen.“

Adieu. Dusan Kozlica, der die Dragonz von der Landesliga in die 2. Bundesliga geführt hat, verabschiedet sich von den Dragonz.
BVZ

Seine Zeit beim BBC Nord sieht der scheidende Coach durchwegs positiv: „Wir haben mehrere Nationalteam-Spieler rausgebracht, die U19 hat es in die Top-Acht Österreichs geschafft.“ Mit der Dragonz-Academy habe man zudem einen großen Schritt Richtung Professionalisierung des Vereinsbetriebes gemacht. „Wir haben von null angefangen, es gab keine Strukturen. Dass wir es innerhalb von vier Jahren bis in die Play-Offs geschafft haben, ist ein Riesenerfolg.“ Auch die bis dahin brachliegende Eisenstädter Basketballszene habe man in dieser Zeit (wieder-)belebt.

Wie es für ihn persönlich weitergeht, kann Kozlica derzeit noch nicht sagen. Eine Option wäre weiter in Österreich zu bleiben und den MBA in General Management fertig zu machen. Andererseits würde ihn aber auch ein Sprung ins Ausland reizen, vor allem Deutschland nennt er als Ziel. Zwei Klubs seien schon an ihn herangetreten, aber er sei „noch nicht aktiv auf der Suche nach Vereinen.“ Kozlicas Zeit als Eisenstadt-Coach ist nach vier erfolgreichen Jahren nun jedenfalls zu Ende.