Bezirk Eisenstadt: Siegendorfer Kegler im Doppelpack . Die Kegel-Crew feierte gleich zwei Siege. Kicker-Erfolge aus Wimpassing und St. Georgen.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 20. März 2021 (01:23)
Sportlerin des Jahres. Elisabeth Koch holte den zweiten Kategorie-Sieg für den SKC Siegendorf.
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Die Stimmen sind ausgezählt, großer Sieger sind auch heuer wieder die ASKÖ-Kegler aus Siegendorf. Wie in den vergangenen Jahren setzten sich sowohl SKC (Damen) als auch SKK Siegendorf (Herren) durch und stellen einen Bezirkssieger. Gegen die Konkurrenz behauptete sich auch der Kicker-Nachwuchs aus St. Georgen und Wimpassings Tormann. Hier sind die Wahl-Champions im Überblick:

Sportler des Jahres. Wimpassing-Goalie Fabian Leeb konnte seinen Vorjahressieg verteidigen.
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Sportler des Jahres. Ausgebildet wurde Fabian Leeb in der Fußballakademie Burgenland. Im Sommer 2019 wagte er den Sprung in den Erwachsenenfußball, um sich dort zu beweisen und für höhere Aufgaben zu empfehlen. Zwei Corona-Saisonen hat der junge Keeper jetzt absolviert. Er zeigt sich optimistisch, verfolgt Ziele. Burgenland- oder Regionalliga, das kann er sich eines Tages gut vorstellen.

Im Sommer 2020 lief es nicht ganz rund. Wegen einer Verletzung musste er sich sein Einser-Leiberl erst wieder hart zurück erkämpfen. Zurzeit absolviert er bei der Feuerwehr Eisenstadt seinen Zivildienst. Ab Oktober geht er das Lehramtstudium an. „Den Sporttest auf der Schmelz habe ich schon geschafft.“

Sportlerin des Jahres. Elisabeth Koch vom SKC Siegendorf reiht sich ein in die (Traditions-)Liste an Siegendorfer Keglern, die bei der BVZ-Sportlerwahl immer wieder siegreich bleiben. Koch feiert heuer ihr 30. Jubiläum auf der Kegelbahn, seit 1981 kegelt sie für Siegendorf. Zwischenzeitlich wechselte sie nach Eisenstadt in die ehemalige BEWAG-Halle. Ihr Weg führte sie schließlich aber wieder zurück nach Siegendorf zum SKC, den ihre Schwester übrigens mitgründete. Zum Kegelsport fand sie durch ihren Vater, der in Mattersburg spielte. Koch blickt auf mehrere Landesmeistertitel im Einzel und mit dem Team zurück. Wie es weitergeht, sobald die Corona-Situation es zulässt, kann sie aber noch nicht sagen. „Die Knie bereiten mir Probleme. Ich muss erst schauen, wie gut es nach der langen Pause noch geht.“ Bis zum vorzeitigen Ende des Ligabetriebs war Koch in der Damenliga für ihren SKC Siegendorf im Einsatz. Wer für sie abgestimmt hat, weiß die Handelsangestellte „wirklich nicht. Aber ich möchte mich recht herzlich für die 4.122 Stimmen bedanken.“

Gute Seele des Jahres. Kaum ein Name scheint öfter bei der BVZ-Sportlerwahl auf als Hombauer. Die Siegendorfer Kegler-Dynastie ist fast jährlich vertreten, Georg Hombauer ist bereits der dritte seiner Familie, der sich über Platz eins freuen darf.

Gute Seele. Georg Hombauer (Mitte, sitzend) ist das Organisationstalent in den Reihen des ASKÖ SKC Siegendorf – und auch deshalb eine Gute Seele.
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Erster wurde Hombauer auch bei mehreren Großevents – etwa mit der heurigen Sportlerin des Jahres im Bezirk Eisenstadt, Elisabeth Koch: Zu zweit sicherte sich das Siegendorfer Duo schon zweimal den Landesmeistertitel im Mixed-Tandem-Bewerb. Sportliches Highlight für Hombauer war aber definitiv sein Sieg bei den U23-Staatsmeisterschaften. Wenn er nicht selbst die Kugeln schiebt, ist der 28-Jährige als Vize-Sportleiter und Verantwortlicher für Technik für seine Vereinskollegen vom SKK Siegendorf da. Zum Kegeln begann der Gemeindebedienstete bereits im Alter von zehn Jahren.

Nachwuchsteam des Jahres. Schuster, bleib bei deinen Leisten – dieses Sprichwort gilt für Trainer Walter Tallian, allerdings im allerpositivsten Sinn. Im Erwachsenenfußball wurde er nämlich nicht glücklich. In letzter Not sprang er einst in Oslip als Spielertrainer ein, ruinierte sich dabei fast seine Gesundheit und den Bewegungsapparat. Bei anderen Engagements in Kampfmannschaften blieb er glück- und sieglos. Mit Jugendlichen konnte Tallian schon immer gut umgehen. Und immer wieder zog es ihn nach St. Georgen zurück. Tallians U14-B hatte im Herbst „Corona-Glück“, konnte sieben der acht anvisierten Meisterschaftsspiele absolvieren. Mit nur zwei Punkten Rückstand auf Leader Mönchhof/Gols hätte man noch theoretische Chancen auf den Titel gehabt. Gegen Schützen gab es zwei Kantersiege (12:0 und 18:0). Bei den um ein Jahr älteren Spielern aus Mönchhof und Gols präsentierten sich die jungen „Schurldorfer“ blendend, mussten sich aber denkbar knapp und unglücklich 2:3 geschlagen geben.