Schlechtes Jahr, gute Leistung von Caroline Bredlinger. Die Trausdorferin Caroline Bredlinger blickt trotz der Pandemie auf ein erfolgreiches Jahr mit vier Meistertiteln zurück.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 05. Dezember 2020 (02:12)
Comeback. Caroline Bredlinger am Weg zum U20-Meistertitel.
WP

Die Vorzeichen könnten kaum schlechter sein: Comeback im Pandemie-Jahr nach verletzungs- und ausbildungsbedingter Pause. Doch die widrigen Verhältnisse konnten Spitzenläuferin Caroline Bredlinger auf dem Weg zurück an die Spitze nicht stoppen. Vor einem Jahr kaum vorstellbar, darf die Athletin des Laufteams Burgenland Eisenstadt auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken.

Nachdem sie von September 2019 bis Jänner 2020 die Kaderanwärterausbildung beim Österreichischen Bundesheer absolvierte, blieb wenig Zeit für das Training. Dazu kam auch noch eine hartnäckige Verletzung. Mit Trainerin und Mutter Uschi Bredlinger nahm sie dennoch das Comeback in Angriff. „Die Zeit beim Bundesheer hat mir sehr geholfen, mich persönlich weiterzuentwickeln“, so die fleißige Titel-Sammlerin. Den „Neuanfang“ hätte sie scheinbar gebraucht, analysiert sie.

Ende Juli stellten sich schließlich auch Erfolge ein. Beim WLV-Sommermeeting lief Bredlinger mit 2:56,53 Minuten einen neuen Landesrekord über 1000 Meter in der Klasse U20. Kurze Zeit später lief sie nur knapp an einer neuen persönlichen Bestzeit über 800 Meter vorbei. „Es war einfach wieder ein supergutes Gefühl wieder laufen zu können und nach jedem Wettkampf guten Gewissens sagen zu können: ‚Da geht noch mehr‘“, strahlte die Laufteam Burgenland Athletin über ihren Saisoneinstieg.

Mitte August folgte schließlich der Vizestaatsmeistertitel über 800 Meter. Bei den U23-Meisterschaften zeigte sie erneut ihr Potenzial und kürte sich über 800 Meter zur Meisterin. Den Saisonhöhepunkt bildete der Sieg über 400 Meter bei der U20-Meisterschaft vor heimischem Publikum. Nebenbei erlief Caroline auch noch mit ihren beiden Teamkolleginnen, Anna Leser