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Erstellt am 06. Februar 2019, 03:01

von BVZ Redaktion

David Pichler: „Saison lief nicht nach Plan“. Burgenlands Tennis-Nummer-Eins sprach im Interview über 2018, die neue Saison und auch das neue Ranglisten-System.

David Pichler kämpft bei den Hallenstaatsmeisterschaften um einen guten Jahresauftakt.  |  GEPA/Ort

Am Sonntag starten in Wolfsberg die Hallen-Staatsmeisterschaften. Für David Pichler (22) geht es darum, sich gut im neuen Jahr zu positionieren. 2018 fiel er in der Weltrangliste sowohl im Einzel als auch im Doppel zurück. Im Interview spricht er über die durchwachsene letzte Saison und seine Ziele.

Wie lautet die Bilanz von 2018 anhand der nackten Zahlen?

David Pichler: Ich spielte von den Ergebnissen her definitiv unter meinen Erwartungen.

Warum?

Der Turnierplan war bis etwa Mitte August hart. Ich entschied mich vermehrt 25.000-Dollar-Turniere zu spielen.

Dort hängen die Trauben hoch.

So ist es. Ich verlor zu Jahresbeginn etliche Matches gegen gute Spieler. Oft waren es auch sehr enge Spiele. Mein Selbstvertrauen war auf einmal weg, ich war verunsichert.

Welche Schritte folgten?

Die Zusammenarbeit mit meinem Trainer Michiel Schapers wurde im März beendet, und mein Turnierplan geändert. Dazu kamen Liga-Engagements in der Slowakei und Österreich als Abwechslung. Dazu war das Finale bei den Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf ein Highlight. In der deutschen Liga lief’s dann auch gut. Mein Team (Anmerkung: Team Hämmerling TuS Sennelager) stieg von der 2. Bundesliga in die 1. Bundesliga auf.

Es ging wieder bergauf.

Genau. Ich gewann wieder mehr und tankte Selbstvertrauen. Mein neues Trainerteam Thomas Strengberger für Tennis und Florian Pernhaupt für die Kondition haben mir auch sehr geholfen.

Sie spielen in Deutschland, der Slowakei und in Österreich Liga. Dort hat sich Ihr Stammverein, der TC Haydnbräu Sankt Margarethen, aber nun zurückgezogen.

Für mich kam der Rückzug schon etwas überraschend. Ich verstehe die Entscheidung aber und wünsche dem Verein alles Gute für die nächsten Jahre. Ab 2019 werde ich für UTC Casa Moda Steyr in der 1. Bundesliga spielen. Das ist zugleich eine neue Herausforderung.

Auf globaler Ebene wurde das Rankingsystem neu strukturiert. Dadurch wird es schwieriger, von der dritten in die zweite Profiebene aufzusteigen. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?

Jungen Spielern wird es schwerer gemacht nach vorne zu stoßen. Für mich ändert sich 2019 kaum etwas. Mit guten Ergebnissen werde ich mich wieder nach vorne arbeiten.

Was ist der Plan für 2019?

Mein Ziel muss es sein, in den Top-50 der Future-Spieler-Rangliste aufzuscheinen und den Sprung zu den Challengern zu schaffen.

Bei den Ergebnissen der letzten Jahre lief es im Doppel meist besser. Ist es möglich, den Fokus nur noch auf das Doppel zu legen?

2019 definitiv noch nicht. Was in der Zukunft sein wird, wird man sehen.

Haben Sie generell schon Zukunftspläne abseits des Tennis?

Ja und nein. Ich habe zumindest ein Online-Fernstudium im Bereich Sport Management begonnen.

Das Interview führte Stefan Hirn, ehemaliger Trainer von Pichler, und stellte es der BVZ zur Verfügung. Das Gespräch wurde gekürzt und teilweise adaptiert, die komplette Version ist auf der Homepage des Burgenländischen Tennisverbands nachzulesen.

www.tennisburgenland.at