David Pichler scheiterte in Monastir im Finale. Bei seinem letzten Einsatz in Monastir war das Glück nicht auf Seite von David Pichler. Er vergab fünf Matchbälle.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 14. Januar 2021 (01:23)
Quarantäne. Nach dem glücklosen letzten Einsatz ist David Pichler aktuell wieder zuhause in Oslip.
zVg

Nach sechs Turnieren in Folge über eineinhalb Monate ist für David Pichler das Abenteuer Tunesien nun endgültig vorbei. Nach vier (Doppel-)Siegen in Serie durfte der Osliper diesmal nicht jubeln. Im Einzel-Bewerb startete Pichler mit zwei ungefährdeten Siegen und erreichte mühelos das Viertelfinale. Dort wartete allerdings mit dem Japaner Kaichi Uchida gewissermaßen ein Angstgegner auf ihn.

Uchida („Der spielt wie eine Maschine!“) hatte den Burgenländer bereits in der Vorwoche aus dem Turnier geworfen. Auch beim letzten Event in Tunesien setzte sich Uchida durch. Das Match war allerdings nichts für schwache Nerven: „Ich war im dritten Satz bereits 4:0 vorne“, ehe es aber wieder enger wurde und sich Uchida herankämpfte. „Dann habe ich beim Stand von 5:4 serviert — das sollte normalerweise reichen. Leider war es sehr windig, deshalb nicht einfach zu servieren und den Aufschlag zu halten“, analysiert Pichler die extrem bittere 6:3, 4:6 und 6:7-Niederlage. Dennoch ist er mit seiner Leistung gegen Uchida nicht unzufrieden, „es war ein sehr gutes Match.“

Bittere Niederlage mit neuem Partner

Im Doppel ging Pichler erstmals in Tunesien ohne seinen Stammpartner Alexander Erler an den Start, da dieser bereits wieder in Österreich war. Stattdessen spielte der Osliper mit dem Tunesier Skander Mansouri. „Er ist auch ein super Spieler, kommt vom College-Tennis“, war Pichler vor dem ersten Aufschlag optimistisch.

Zu Recht: Das Duo startete mit ungefährdeten Siegen in das Turnier. Nach dem 6:2 und 6:3-Erfolg im Semifinale standen Pichler/Mansouri im Finale gegen Jomby/Joncour aus Frankreich. Wer nach dem nervenaufreibenden Einzel-Halbfinale auf eine ruhigere Partie hoffte, war fehl am Platz: Das Doppelfinale wurde zum veritablen Krimi mit ungünstigem Ausgang für Pichler. Den ersten Satz entschied er mit seinem Partner noch im Tie-Break haarscharf zu seinen Gunsten.

„Im zweiten Satz hatten wir fünf Matchbälle. Einmal sogar vier in Folge beim Stand von 40:0, allerdings immer bei gegnerischem Aufschlag. Auch nach der Tie-Break-Niederlage im zweiten Satz ließ das Duo den Kopf nicht hängen, wurde für seinen Kampfgeist aber nicht belohnt und unterlag schließlich 7:6, 6:7 und 7:10. „Mal hat man mehr Glück, mal weniger“, resümiert Pichler gelassen — was mit vier Turniersiegen im Gepäck natürlich leichter fällt. Mittlerweile ist der 24-Jährige wieder in Oslip, wo er in zehntägige Quarantäne muss. Dort wartet er nun auf die Auslosung für das Challenger-Event in Südafrika, bei dem er auf einen Startplatz hofft. Wobei dort gerade der Lockdown verschärft wurde, ob das Turnier stattfinden kann und eine Anreise überhaupt möglich ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.