Segler bleiben in Europa. Corona machte den Seglern einen Strich durch die Rechnung, die Folge: Das Trainingslager in Japan muss warten.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 09. April 2021 (01:23)
Verzögerung. Eigentlich wollten Thomas Zajac und Barbara Matz schon bald in Japan segeln, doch die Pandemie und die damit verbundenen Reisebeschränkungen lassen es nicht zu. 
zVg OeSV

Die aktuellen Reisebeschränkungen verhindern das geplante Trainingslager der rot-weiß-roten Segler im Olympia-Revier im japanischen Enoshima. Eigentlich wollten Tanja Frank/Lorena Abicht (49erFX) und Thomas Zajac/Barbara Matz (Nacra17) ab Anfang Mai an der Feinabstimmung feilen, nun müssen sie stattdessen in Europa bleiben.

„Es ist aktuell nicht möglich, wie geplant Anfang Mai vor Japan zu trainieren – das gilt aber für alle Nationen und es wird auch keine Ausnahme gemacht. Dem Segel-Weltverband World Sailing ist die Chancengleichheit enorm wichtig“, versichert OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid, seinerzeit dreifacher Olympia-Teilnehmer vom Yacht Club Breitenbrunn (YCBb). Fix einreisen dürfen die Segler ab 14. Juli, ob vorher nochmals am Austragungsort trainiert werden kann, ist fraglich. Eine ab 8. Juni angesetzte Vorbereitungsregatta in Enoshima wurde bereits abgesagt.

„Nicht optimal“ und „sehr bitter“

„Das ist natürlich nicht optimal. Aber wir müssen aus dieser Situation das Beste machen und maximal flexibel bleiben. Das ist uns bis jetzt sehr gut gelungen“, bleibt Schmid positiv.

Für Thomas Zajac und Barbara Matz geht es nun aktuell in Sizilien weiter, wo sie zu ihrer hochkarätigen Trainingsgruppe stoßen. Die 49erFX-Segler Tanja Frank und Lorena Abicht sind unterdessen im portugiesischen Vilamoura im Einsatz. Für sie ist ein Event in Cascais geplant, aber: „Aktuell gehen wir nicht davon aus, dass wir bis zu den Spielen ein Großevent segeln werden. Es ist natürlich sehr bitter, dass sämtliche Wettkämpfe abgesagt oder verschoben werden mussten“, so der Sportdirektor zähneknirschend.

Segler und Betreuer hoffen noch auf eine möglichst rasche Impfung als „ein wichtiges Puzzlestück am Weg zu erfolgreichen Spielen. Mit einem positiven Testergebnis vor oder bei den Spielen riskiert man im schlimmsten Fall das Nichtantreten oder den Abzug des gesamten Teams.“