Umbruch im doppelten Sinne beim UFC Gerersdorf-Sulz

Erstellt am 02. Juli 2022 | 02:31
Lesezeit: 4 Min
Der UFC Gerersdorf-Sulz trennte sich zuletzt von sieben Spielern – mit Janos Palcsa installierte man zudem einen neuen Cheftrainer. Ähnliches gilt für den Liga-Konkurrenten von der SpG Wallendorf, der sich ebenfalls neu aufstellt.

Die Frühjahrssaison beim UFC Gerersdorf-Sulz verlief nicht nach Wunsch. Nach hochkarätigen Neuerwerbungen im Winter visierte der UFC in der Meistergruppe einen Aufstiegsplatz an. Am Ende lief man dann nur als Sechster über die Ziellinie. Nun steht beim Klub aus dem Güssinger Bezirk ein Umbruch an.

Gleich sieben Spieler verlassen den Verein, darunter sechs, die erst im Winter dazustießen. Kevin Baumgartner (Deutsch Kaltenbrunn), Stefan Erkinger (DUSV Loipersdorf), Stefan Schlögl, Peter Pfeifer (beide Waldbach), Daniel Halasz (Roitham) und das Legionärsduo Arjan und Jetmir Torra (beide unbekannt) werden nicht länger das UFC-Trikot tragen.

„Wir haben im Winter unseren Plan mit jungen, einheimischen Spielern zu agieren ein bisschen über Bord geworfen. Nun wollen wir wieder zurück zu diesem Plan“, erklärte der Sportliche Leiter Valentin Tschech. Der Stamm aus einheimischen Spielern konnte dabei gehalten werden, auch Routinier Arnold Zimmerl setzt seine Karriere fort. Auf der Zugangsseite steht mit Patrick Gober, der vom SV Welgersdorf kommt, erst ein Name – weitere sollen noch folgen. Wie Tschech sagte: „Zwei Legionäre sollen noch kommen.“

Auch die sportliche Chefetage bekam Trainer-Zuwachs, denn nachdem sich der bisherige UFC-Chef Mathias Kedl zuletzt Richtung SC Kemeten verabschiedete, war man gezwungen, auch auf dieser Position aktiv zu werden. Mit Janos Palcsa holte man dabei einen alten Bekannten zurück. Der Ungar war bereits als Spieler und danach langfristig als Trainer beim ehemaligen UFC Sulz aktiv. „Er ist ein erfahrener Mann und hat einen genauen Plan. Er wird die jungen Spieler sicher auf das nächste Level bringen“, so der Sportliche Leiter Valentin Tschech. Am morgigen Freitag bittet Palcsa seine Mannen zum Trainingsauftakt. Dabei werden auch einige Testspieler mit von der Partie sein.

Auch in Wallendorf werkt wieder ein alter Bekannter

Was für den UFC Gerersdorf-Sulz gilt, gilt irgendwie auch für die SpG Wallendorf. Diese war im Vorjahr mit großen Erwartungen gestartet, verpasste dann knapp den Einzug in die Meistergruppe, ehe man in weiterer Folge auch kein Cup-Ticket ergattern sollte. So steht über den Sommer ein Umbruch an. Das erste Mosaiksteinchen dabei? Philipp Kohl ist nicht länger Trainer der SpG Wallendorf-Mogersdorf. Für ihn übernimmt Markus Kropf, der bereits bis Sommer 2021 als Spieletrainer fungierte.

Ein halbes Jahr werkte Kohl bei der SpG, hinterließ aber doch Eindruck. „Es war eine schwere Entscheidung. Es entstand aber der Eindruck, dass die Mannschaft einen neuen Input braucht, um in der neuen Saison durchstarten zu können“, erklärte der Sportlicher Leiter Alexander Hafner die Gründe und fügte an: „Wir sind trotzdem dankbar, was er für uns geleistet hat, weil die Kadersituation nicht immer einfach war.“

Für den scheidenden Coach Kohl kam die Entscheidung „überraschend“, wie er gegenüber der BVZ sagte. Mit Markus Kropf hat man die Nachfolge bereits geklärt. Dieser war bis Sommer 2021 Spielertrainer und soll nun wieder an der Spitze agieren. „Es hat damals gut funktioniert. Wir hoffen, dass wir dort anknüpfen können“, so Hafner. Auch auf dem Spielersektor soll sich noch einiges tun. Mit Nikola Vesligaij und Kristijan Pavlek holte man bereits zwei neue Legionäre für die Offensive in den Kader. „Sie weisen gute Referenzen auf. Wir hoffen, dass sie uns weiterhelfen“, sagte Hafner.

Damit ist das Einkaufsprogramm aber wohl noch nicht abgeschlossen: „Wir sind drauf und dran, einheimische Spieler zu verpflichten. Wir wollen unsere Mannschaft noch weiter verbessern.“