Blickrichtung Aufbruch beim SV Güssing. Beim Traditionsverein zeigt man sich mit dem aktuellen Status quo mehr als nur zufrieden. Die Ziele sind klar definiert und bleiben auch wie in den Vorjahren sehr realistisch.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 02. Juli 2021 (04:12)

Es war der nächste Kantersieg der bisherigen Vorbereitung. Mit 6:0 gewann der Güssinger Sportverein seinen Auftakt in Heiligenkreuz, ehe dann ein 5:1 gegen St. Martin und zuletzt ein 5:0 gegen die SpG Rotenturm/Oberwart folgten. Viel besser kann man nicht in den Neustart post Corona starten. Natürlich profitierte der GSV vom Individualtraining, welches die 2. Liga-Klubs nicht ganz in dieser Form umsetzen konnten. So betont der Sportliche Leiter Johannes Jandrisevits immer wieder, dass die „Burschen richtig fit“ seien. Das ist auch das Credo für die neue Spielzeit, wo sich der GSV anders orientieren will. Galt zuletzt immer der Klassenerhalt als oberste Prämisse, möchte man, sofern es möglich ist, 2021/22 gerne etwas weiter oben ranschnuppern.

„Wir wollen kleine Schritte gehen, aber dafür sehe ich uns sehr gut aufgestellt“ Hannes Winkelbauer

„Im Vorjahr hatten wir durch Corona sicher Glück, denn da wäre es für uns sehr eng geworden, aber heuer würden wir gerne einen Schritt nach oben machen. Erst gilt aber natürlich, dass wir so schnell wie möglich mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Wir wollen kleine Schritte gehen, aber dafür sehe ich uns sehr gut aufgestellt“, sagt Obmann Hannes Winkelbauer, der selbst lange GSV-Trainer war und nun das große Ganze im Blick behält.

Und das gefällt dem Oberhaupt außerordentlich gut, wie er gegenüber der BVZ klarstellt. Dazu gehört auch der neue Trainer, Tihamer Lukacs, der schon im Winter übernahm und dann kein Pflichtspiel absolvieren konnte. Dieser weiß mit seiner ruhigen und akribischen Art sehr zu gefallen.

„Er ist, war und wird auch immer Profi sein. Wir sind super zufrieden“ Hannes Winkelbauer

„Er hat ja schon einmal unsere U16 trainiert und wir kannten ihn so natürlich. Die Meinungen von seinem Ex-Klub aus Stegersbach waren dann durchweg positiv und das können wir nur bestätigen. Luki arbeitet sehr professionell und lebt das auch genau so vor. Er ist, war und wird auch immer Profi sein. Wir sind super zufrieden“, so Winkelbauer.

Die Weiterentwicklung ist dabei das bestimmende GSV-Thema. Alleine die Reserve ist quasi eine U16, die Zeit braucht und diese auch bekommen soll. Zwei, drei Rohdiamanten schlummern in dieser, die bei optimaler Förderung, auch oben ranschnuppern sollen. „Wir haben durchaus Spieler, die auch einmal höher kicken könnten“, erklärt der Obmann, der es wissen muss, denn er selbst war etwa in Hartberg und anderen Vereinen der zweithöchsten österreichischen Spielklasse tätig.

GSV holt Schendl ins Team

Zukunftsmusik, erst gilt es seine eigenen Hausaufgaben zu machen. Seinen Kader behielt man nach der Corona-Pause bei und holte einzig Michael Schendl aus Eberau ins GSV-Boot. Ein Glücksgriff, sagen viele. „Er war absoluter Zielspieler, bringt sehr vieles mit und sorgt für Stabilität. Mike ist einer, an dem sich unsere Jungen super orientieren können“, so das überschwängliche Obmann-Lob, der auch einen weiteren Transfer verkünden kann: Bojan Muszi.

Dieser ist der Halbbruder von Abwehrchef Mark Horvath, kickte einst schon im GSV-Nachwuchs, zog dann aber Richtung Illes Akademie in Szombathely weiter, ehe es nun wieder zurückgeht. Winkelbauer: „Ein großes Talent, der immer der Stärkste seines Jahrganges war. Wir erwarten sehr, sehr viel von ihm.“

Weiter geht es für den GSV nun am Freitag, ab 19.30 Uhr, gegen Eberau. Im Anschluss findet auch die Verlosung mit tollen Preisen statt. „Damit das abgeschlossen sei“ und man endlich nach vorne blicken kann.