Sommer eroberte Bronze bei Staatsmeisterschaften. Normal gehören burgenländische Medaillen nicht zur Tagesordnung. Die Jennersdorferin Julia Sommer holte sich in der Gewichtsklasse bis 57 Kilo zuletzt Bronze.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 25. Oktober 2020 (01:16)
Erster Ippon-Sieg. Die Jennersdorferin Julia Sommer setzte sich auf der Matte gegen ihre Konkurrentin durch. So wurde es Platz drei.
Oliver Sellner

Am Wochenende fanden in der Oberwarter Sporthalle die heurigen Staatsmeisterschaften, unter Einhaltung strengster „Covid-19“-Richtlinien, statt. Dabei vollbrachte die Jennersdorferin Julia Sommer zum zweiten Mal in Folge ein Kunststück. Sie holte sich in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm Bronze.

Schon im Vorjahr in Kufstein hatte die 19-Jährige Platz drei geholt, in Oberwart legte sie prompt das zweite Edelmetall nach. „Im eigenen Bundesland eine Medaille zu gewinnen, ist schon ein großer Erfolg“, freute sich Julia Sommer, die seit ihrem siebenten Lebensjahr Judo macht. Sie feierten diesen nach einem Ippon-Sieg über Lilian Hutterer. Auf dem Weg dorthin kam es auch zu einem Duell mit Sabrina Filzmoser, der Grand Dame des Judosports. „Der Kampf gegen sie war schon besonders.“

Aus diesem Treffen konnte die junge Athletin von Judo Jennersdorf einiges für ihre Zukunft mitnehmen: „Man darf auch gegen so eine Gegnerin nicht zu verbissen kämpfen, sondern muss einfach locker bleiben.“ Und schon im nächsten Kampf, der über den Podestplatz entschieden hat, war diese Strategie von Erfolg gekrönt.

Sommer war aber nicht die einzige burgenländische Teilnehmerin bei den Österreichischen Meisterschaften in Oberwart: Die beiden Kämpferinnen des JLZ Seewinkel, Lara und Loretta James, sind über ein Kampfsport-Camp in Hintermoos zum Judo gekommen. Für Lara James (bis 63 Kilo) war es die zweite Teilnahme bei einer Österreichischen Staatsmeisterschaft, Schwester Loretta (bis 57 Kilo) feierte ihre Premiere.

Titelkämpfe im eigenen Bundesland besonders

„Es ist hier einfach ein tolles Miteinander. Für uns ist das fast wie eine zweite Familie“, sind sich beide Burgenländerinnen einig. Außerdem sind Titelkämpfe im Heimat-Bundesland natürlich „ganz besonders“. Ein Kampfsieg blieb ihnen letztlich, wie auch der Jennersdorferin Leonie Buchas (bis 52 Kilo) und Moritz Irmler (bis 73 Kilogramm), vom Judoclub Wörterberg, verwehrt. Die gewonnenen Erfahrungen bleiben aber.