Heimspiel gegen Schattendorf als „Schnitt-Partie“

Erstellt am 23. September 2022 | 02:41
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Beim Güssinger Sportverein hakte man das 0:5 in Pinkafeld schnell ab und blickte aufs samstägliche Treffen mit dem Aufsteiger aus Schattendorf. Dieses entscheidet vieles.

Das fußballerische Bild, welches der SV Güssing beim samstäglichen 0:5 in Pinkafeld abgab, war schwach. Viel zu schwach, um zu punkten und selbst zu schwach, um ein eigenes Tor zu erzielen.

Einmal gab es diese Chance sogar, wobei Roman Rasser früh scheiterte und man in weiterer Folge in eine klar verdiente Niederlage lief. Abhaken war dabei das Credo von Trainer Christoph Herics, denn die personelle Situation darf man nicht außer Acht lassen. Mit Kevin Zinkl, Marcel Pomper, Fabian Huber und Michael Kulovits fehlten vier Stützen, die teils mit jungen Kräften ersetzt werden mussten.

„Es begannen drei Spieler, die ich noch in der U16 trainierte und mit den Einwechslungen waren es dann sogar derer sechs“, so der Coach, der den Süd-Kontrahenten so in einer anderen Gewichtskategorie einstufte: „Es war ein Klassenunterschied und das müssen wir jetzt so akzeptieren.“

Dabei zeigte der GSV selbst in dieser Saison schon, dass er mit den „Großen“ der Liga mithalten kann. Gegen Oberwart holte man zum Start ein 1:1, den einzigen Sieg gab es gegen die starken Kohfidischer. Auch sonst bewegte man sich zumeist auf Augenhöhe, belohnte sich aber nicht mit Punkten. Vor allem das bringt Roman Rasser und Kollegen in Bedrängnis.

So rief man das Heimspiel gegen Schattendorf schon als „Schnitt-Partie“ aus, wobei Obmann Hannes Winkelbauer gar schon weiter ging: „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir können es wieder in unsere Richtung bringen.“ Nachsatz: „Dafür müssen wir aber endlich einmal wieder die Null halten.“

Das war auch der negative Hauptkritikpunkt, den man seiner kickenden Zunft stellen musste. So wird es nämlich auch gegen den Aufsteiger sehr schwer, denn viel freier als die Pinkafelder kann man dann kaum mehr sein.

„Wir müssen da viel stabiler sein und auch anders auftreten. Es wird keine einfache Woche, aber das Pinkafeld-Spiel ist abgehakt und der volle Fokus muss auf Schattendorf liegen. Wir bleiben positiv und denken positiv, denn es ist alles sehr eng beieinander“, so Oberhaupt Winkelbauer, der nachschoss: „Wir müssen aber zumindest punkten – am besten dreifach.“

Hoffnung gibt auch, dass man alles unternehmen wird, um Michi Kulovits und Kevin Zinkl fit zu bekommen. Bei Pomper und Huber wird es mit einem Einsatz sehr schwer. Fokus Heimsieg! Und dann in Horitschon gleich nachlegen. Herics: „Wichtig ist, dass wir das auch als Chance für uns sehen. Es ist eine ‚Schnitt-Partie‘, die die weitere Saison beeinflussen wird.“