Judo Jennersdorf: „Viel Aufwand und Geld ist notwendig“. Übers Internet versuchen die Trainer des Judo-Klubs Tipps zu geben. Das ist gleich auf mehreren Ebenen intensiv.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 06. Dezember 2020 (03:50)
Stolz auf die nächste Top-Sportlerin: Coach Nino Schachenhofer mit Leonie Buchas. Auch sie erhielt zuletzt den Spitzensportstatus. Schachenhofer
Nino

Wie in allen Vereinen macht die Corona-Krise auch dem Judo-Verein in Jennersdorf zu schaffen. Wie schon beim ersten Lockdown reagierte der Verein rund um Obmann Nino Schachenhofer aber schnell.

Ab diesem Zeitpunkt war ein Kontakttraining auf der Matte nicht mehr möglich, daher verlagerte man dieses ins Internet. „Es funktionierte halbwegs gut, daher wollten wir das Programm für den zweiten Lockdown professionalisieren und haben das Breitensporttraining ins Internet verlagert“, erzählt der Obmann.

Schon damals war ihm bewusst, dass es wohl auch noch im Dezember untersagt sein wird, Judo in der Halle auszuüben. „Wir wissen nicht, wie es weitergeht, die Planungssicherheit ist weder im Breiten- noch Spitzensport gegeben. Viel Aufwand und Geld ist notwendig, um das stemmen zu können. Doch unser Verein ist in der glücklichen Lage, dass derzeit noch alles nach Plan verläuft.“

Zwei Athletinnen mit Spitzensport-Status

Er ist auch stolz darüber, dass über das Internet zehn Einheiten pro Woche angeboten werden, „das schafft nicht jeder.“ Dabei steckt viel Herzblut und Einsatz dahinter, der Verein hat sich das mühsam aufgebaut und hofft auch in Zukunft professionell arbeiten zu können. Auf die gute Nachwuchsarbeit kann aufgebaut werden. Neben Julia Sommer erhielt jetzt auch das Nachwuchstalent Leonie Buchas den Spitzensportstatus.

Während sich Sommer bereits auf Trainingslager des Verbandes in St. Johann im Pongau befindet, folgt ihr Buchas diese Woche. „Mit Julia Sommer hatten wir sogar eine Starterin bei der Europameisterschaft“, fügt Schachenhofer an.