Poandl tritt zurück: "Meine Akkus waren leer“. Joachim Poandl trat von seinem Amt als Cheftrainer beim SV Eltendorf zurück. Für ihn übernahm Ex-Neuberg-Coach und der zuletzt in Heiligenkreuz tätige Karl Philipp.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 21. März 2019 (16:49)
Patrick Bauer
Joachim Poandl (l.) verabschiedete sich zuletzt als Eltendorf-Trainer. Für ihn übernahm Karl Philipp.
 
 

Den Rückrundenstart in Eltendorf kann man getrost als misslungen einordnen. So holte man zum Auftakt in Sauerbrunn beim 2:2 spät ein Remis, ehe man erst gegen Horitschon 1:3 und dann in Deutschkreutz mit 1:4 verlor. Anlass genug, um für Trainer Joachim Poandl Lebewohl zum SVE zu sagen, denn am vergangenen Dienstag trat der gebürtige Stegersbacher als Chefcoach zurück.

Die Gründe erläuterte er der BVZ: „Ein Trainerdasein ist natürlich immer auch an Ergebnissen geknüpft und die Ziele, die wir uns selber steckten, konnten wir zumindest zuletzt nicht mehr erreichen. Ich merkte zudem, dass das Vertrauen nicht mehr von allen da war und ich die Mannschaft auch nicht mehr so erreiche“, sagte Poandl zur BVZ und schoss nach: „Ich fahre zudem auf Reserve und meine Akkus waren leer. Ich hatte nicht mehr die Kraft es umzubiegen und so war es für den Verein das Beste.“

Patrick Bauer
Joachim Poandl (l.) verabschiedete sich zuletzt als Eltendorf-Trainer. Für ihn übernahm Karl Philipp.
 
 

Vor allem nach der letzten Niederlage in Deutschkreutz reifte dieser Entschluss, denn leicht fiel es ihm nicht. Über den Sommer verjüngte man den Kader und setzte auf einheimische Talente. Es war auch Poandl’s Mannschaf, die er mit Wehmut verließ: „Ich habe mich dann mit Sektionsleiter Rainer Pummer in Verbindung gesetzt und er akzeptierte es, auch wenn er überrascht war. Die Luft war aber raus. Es war aber dennoch eine schöne Zeit. Die Spieler, die Verantwortlichen rund um Rainer Pummer und auch das Arbeiten mit Co-Trainer Andi Wiesner war super. Der Fußball wird aber immer schnelllebiger und nach zwei, drei Jahren wird es als Trainer schwierig.“

Der Nachfolger war indes schnell gefunden: Karl Philipp, der mit Neuberg viele Erfolge feierte, beim GAK als Profi aktiv tätig war und zudem zuletzt in Heiligenkreuz arbeitete, wird neuer „Chef“ beim Traditionsverein. Alles zu seiner Premiere gegen Draßburg am Samstag und die weitere Zukunft beim SVE lesen Sie wie gewohnt am Mittwoch in Ihrere Print-Ausgabe der BVZ.