Mattersburg Rocks: Mit Kantersieg zum Erzrivalen

Erstellt am 27. Januar 2022 | 03:48
Lesezeit: 3 Min
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Die Rocks und Tobias Winkler wuchteten sich durch die Defense des Future Teams. Nach dem Kantersieg kommt nun das Schlüsselspiel gegen Mistelbach.
Foto: Malcolm Zottl
Mattersburg Rocks schossen Future Team Steiermark vom Parkett. Das bringt Selbstvertrauen für das richtungsweisende Duell in Mistelbach. Sieg ist im Play-off-Rennen extrem wichtig.

Das gibt Selbstvertrauen. Die Raiffeisen Rocks ballerten dem Future Team über 100 Punkte in den Korb. Das 103:62 war eine Machtdemonstration. „Wir haben verschiedene Kombis auf dem Spielfeld probieren können und sind auf jeden Fall zufrieden“, resümiert Rocks-Obmann Corey Hallett. Nur in den allerersten Minuten verlief das Match ausgeglichen. Die Steirer führten angeführt vom Superliga-erfahrenen David Vötsch mit 13:8. „Da war nach zwei Wochen Pause noch Sand im Getriebe“, beunruhigte Hallett der Fehlstart nicht, ließ er doch mit seinen Teamkollegen danach auch Taten folgen.

Mann des Spiels war zweifelsohne Legionär Ivan Begic. Der Kroate donnerte nicht nur einen Dunk ins Netz und sorgte mit einem Dreier zur Pausensirene für Spektakel, sondern scorte auch rekordverdächtige 43 Zähler. Der letzte Rocks-Spieler, der in einer Partie mehr Punkte erzielte, war Joey Vickery, der ATSE Graz 2008 gleich 50 Punkte einschenkte.

Neben dem Topscorer der 2. Liga standen auch die Eigenbauspieler im Blickpunkt. Marcel Pichler gab sein Debüt in der Kampfmannschaft, sammelte fünf Einsatzminuten. Niki Bugnyar ist schon einen Schritt weiter und lieferte gegen das Future Team eine kaltschnäuzige Leistung ab. „Niki hat in dieser Saison wirklich einen Riesenschritt gemacht. Er hat gezeigt, dass er bereit ist, in naher Zukunft eine richtig große Rolle innerhalb der Mannschaft zu übernahmen. Das macht mich glücklich“, lobt Hallett.

Der Kantersieg war gerade mental wichtig. Nun reisen die Mattersburger am Samstag zum Erzrivalen Mistelbach. Geht‘s nach der Papierform schafft es nur eines der beiden Teams in die Play-offs. „Die Spiele gegen Mistelbach sind immer besonders, auch wenn jetzt wegen Covid wahrscheinlich nur wenige Fans dabei sein werden. Es wird eine ganz harte Partie. Wir wissen alle, worum es geht und werden uns nicht verstecken“, fordert Hallett einen Sieg. Ob der Verlierer gar schon aus dem Play-off-Rennen ist? „So weit würde ich nicht gehen.“ Immerhin stehen nach dem direkten Duell noch fünf Runden an. Die Rest-Auslosung der Rocks ist allerdings auch deutlich schwieriger, als jene der Mustangs.