Die Ära Hanak ist bei Antau zu Ende

Erstellt am 23. September 2022 | 02:35
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Zeit überraschend abgelaufen. Antau und Viktor Hanak gehen getrennte Wege.
Foto: Bernhard Fenz
Der SV Antau trennte sich aufgrund der schwachen Ergebnisse von Chefcoach Viktor Hanak. Beide Seiten sind mit dieser Entscheidung nicht glücklich.

Antaus Sportlicher Leiter Mark Hergovits wurde sehr emotional, als er bestätigte, dass die Amtszeit von Viktor Hanak beim SV Antau nach dem 0:3 beim Derby in Hirm zu Ende gegangen ist: „Unsere Zusammenarbeit war aus meiner Sicht außergewöhnlich gut und wir wissen eigentlich auch nicht, ob es der richtige Schritt ist. Aber nach den Ergebnissen und vor allem nach unseren Auftritten in den letzten Wochen musste etwas geschehen, um hoffentlich neuen Schwung reinzubringen. Viktor hat bei seinem Start als Trainer einen ‚Sauhaufen‘ übernommen, mit seiner Professionalität Linie reingebracht und alles aus den einzelnen Spielern rausgeholt. Dass es jetzt nicht mehr funktionierte, ist mehr als schade und uns allen ein Rätsel, warum wir uns so präsentieren. Fakt ist, dass kein einziger Spieler gegen den Trainer gespielt hat, auch wenn es manchmal so ausgesehen hat. Im Moment werden Karl Gerdenich und ich das Training übernehmen, aber parallel dazu werden wir natürlich Gespräche führen um einen geeigneten Hanak-Nachfolger zu finden. Wir wünschen Viktor alles Gute und viel Erfolg. Natürlich ist er jederzeit bei uns im Rupa-Stadion herzlich willkommen.“

Auch Obmann Michael Gold streute dem scheidenden Trainer Rosen: „Man geht im Guten auseinander, aber wenn man auf die Ergebnisse schaut, musste etwas geschehen.“ Für den Ex-Antau-Coach selbst kam die Entscheidung doch überraschend: „Es waren schöne vier Jahre in Antau. Wir haben fleißig gearbeitet und den Punkte-Durchschnitt pro Spiel verdoppeln können. Ich denke wir sind an unsere Grenzen gestoßen. Es wäre eine Möglichkeit gewesen, nach dem Ausfall von Michi Gabriel und Julian Fiedler, für Blutauffrischung zu sorgen oder eben Geduld zu beweisen, um die vielen talentierten Eigenbauspieler zu ‚gestandenen‘ Kampfmannschaftspielern zu formen. Für die erste Variante sind die finanziellen Möglichkeiten nicht gegeben. Umso mehr schade ist es, dass wir das Projekt nicht fortführen konnten. Ich wünsche dem Verein nur das Allerbeste. Die Zusammenarbeit mit den sportlich Verantwortlichen war hervorragend.“ Ob der seit acht Jahren in Trausdorf lebende A-Lizenz-Trainer und Ex-Profi zeitnah ein neues Angebot annimmt, weiß er noch nicht: „Da muss vieles zusammenpassen, aber durchaus möglich.“