Eine Top-Leistung vor dem Spitzenspiel. Der Leader schlug Deutschkreutz glatt mit 4:0 und ist vor dem Schlagerspiel gegen den Zweiten Siegendorf motiviert.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 17. April 2019 (01:24)
Wagentristl
Draßburgs Abwehr um Alen Gluhak (r.) blieb gegen Deutschkreutz sattelfest. Am Ende stand die Null beim 4:0-Heimsieg.

DRASSBURG – DEUTSCHKREUTZ 4:0. Auch wenn es bereits in der Halbzeit 4:0 stand und die Heimischen nach dem Seitenwechsel nichts Zählbares mehr aufs Papier brachten: Es war in Summe eine Top-Leistung der Lederer-Elf und zwar über die gesamte Spielzeit. „Der Unterschied war, dass wir nach der Pause den Fokus eher auf das Verwalten legten und der Gegner nicht mehr von hinten rausspielen wollte“, resümierte auch Draßburgs zufriedener Co-Trainer Philipp Brandstätter nach dem Heimsieg.

Schon in Minute vier und in Minute sieben lief der Torschütze alleine auf Deutschkreutz-Goalie Daniel Bader zu, doch beide Male wurde ihm der Ball vom Schlussmann vom Fuß genommen. Nach zehn Minuten brachte dann Dejan Cosic den Offensivmann in Szene und diesmal blieb der Kroate Sieger – 1:0. Der zweite Treffer ließ nicht lange auf sich warten. In Minute 21 war Christoph Pinter Nutznießer eines riskanten Kurzpassspiel der Gäste im eigenen Strafraum und stellte aus kurzer Distanz auf 2:0. Sebastian Weber gelang zehn Minuten später nach Cerovec-Zuspiel gar das 3:0 und sieben Minuten vor dem Wechsel war es wieder Pinter, der nach einem Eckball für den Halbzeitstand sorgte.

Nach der Pause blieben die Gastgeber aber dann zwar weiterhin glasklar spielbestimmend, doch agierten sie im Angriffsdrittel nicht mehr sehr entschlossen. Letztlich verwalteten sie die Führung souverän und ließen über 90 Minuten keine Großchance für die Mittelburgeländer zu. „Zweite Halbzeit haben wir nur mehr das Notwendigste getan, um den Sieg einzufahren und das muss man der Mannschaft nach einer 4:0-Führung auch zugestehen“, so Brandstätter. „Wir waren einfach zu inkonsequent“, analysierte Gäste-Trainer Didi Heger. Vorschau: Am Samstag um 17 Uhr folgt das Kroatenderby gegen den ASV Siegendorf, wo es gegen den ursprünglich größten Titelkontrahenten auch um Prestige geht.

Auch die Personalie Christopher Pinter bringt Brisanz in die Begegnung, denn der Offensivmann, der jetzt bei Draßburg unter Vertrag ist, hatte sich vor nicht allzu langer Zeit nicht unbedingt in aller Harmonie vom ASV Siegendorf getrennt. Defensivallrounder Christopher Grafl dürfte wieder einsatzfähig sein. „Die Tabelle schaut enger aus, als es vermutlich ist. Für uns ist es ein Bonusspiel und wir freuen uns darauf. Wir können völlig befreit drauflosspielen“, so Siegendorf-Trainer Michael Porics. Marcel Wölfer kehrt nach seiner Gelbsperre zurück, Sebastian Drga blieb fraglich (muskuläre Probleme).