Lorenz Petutschnig: „Ich will zurückkommen“. Das langzeitverletzte Beachvolleyball-Ass schöpft Hoffnung. Der lädierten Schulter geht es langsam besser, bis zu einem Comeback wird es aber noch etwas dauern.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 09. Januar 2019 (02:56)
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Will wieder zurück. Lorenz Petutschnig nähert sich einem Comeback Stück und Stück an. Wann er aber wieder in den Turnierbetrieb einsteigt, ist offen.

Zwei Jahre ist es mittlerweile her, dass der Bad Sauerbrunner Lorenz Petutschnig im Turnier-Einsatz stand. Eine Schulterverletzung ist seitdem ein hartnäckiger Wegbegleiter für den ehemaligen World Tour-Spieler. Doch 2019 will Petutschnig wieder sportliche Schlagzeilen schreiben. „Ich möchte heuer ein Comeback versuchen“, erzählt der 25-Jährige im BVZ-Gespräch.

Für konkrete Pläne sei es aber noch zu früh. Denn eines hat die Verletzungszeit Petutschnig gelehrt – alles braucht seine Zeit. Nach der Schulter-OP 2016 versuchte Petutschnig im Jänner 2017 das Comeback, unbedingt wollte der Burgenländer bei der Heim-Weltmeisterschaft in Wien dabei sein. Der Preis dafür war eben eine lange Leidenszeit. Fest steht jedenfalls, dass Petutschnig erst auf nationaler Ebene erste Gehversuche am Beach-Court unternehmen wird. „Wann genau das ist, kann ich noch nicht sagen — auch nicht in welcher Konstellation“, hält der 2,03 Meter große Modelathlet fest. Konkret: Ob Petutschnig mit seinem etatmäßigen Partner Alexander Huber spielt, ist ungewiss. Um den Jahreswechsel 2016/17 trennte sich der Kärntner von seinem Partner Robin Seidl – die beiden hatten es zuvor bis zu den Olympischen Spielen geschafft. Seidl spielt seitdem mit Ex-Petutschnig-Partner Tobias Winter, während Huber mit mehreren Ersatz-Partnern nicht mehr an einstige Erfolge anknüpfen konnte.

Mit Petutschnig könnte das freilich klappen, wenngleich der Bad Sauerbrunner bremst: „Ich belaste die Schulter zwar, aber das Pensum, das während einer Turnier-Phase nötig ist, ist um etliches höher. Ich muss einfach Schritt für Schritt schauen, wie es geht, und ob es dann mit Xandi weitergeht.“

Doch mit besserem Hobby-Niveau will sich Petutschnig nicht abfinden: „Ich will unbedingt zurückkommen, dorthin, wo ich schon war.“ Vor einem halben Jahr meinte er gegenüber der BVZ noch: „Wenn es nur auf nationaler Ebene oder bei Ein-Stern-Turnieren auf der Tour ist, dann ist es eben so.“ In diesem Punkt ist der Betriebswirtschaftsstudent also schon optimistischer gestimmt.

Große Pläne will Petutschnig aber noch nicht verkünden, dafür sei es noch zu früh. Er ist auch reifer geworden, weiß, dass nicht alles auf einmal geht: „Man kann nicht drei Schritte auf einmal gehen.“ Heißt: 1. hundertprozentig fit werden, 2. auf nationaler Ebene reüssieren, 3. international angreifen – so könnte der Weg zum Comeback möglicherweise gelingen.