SC Bad Sauerbrunn machte ein 0:3 wett

Krumbach führte im Spitzenspiel bereits mit 3:0. Die Heimischen holten nach einer Aufholjagd aber noch einen Punkt.

Erstellt am 16. September 2021 | 01:37
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Kamilia Hegedüs traf gegen Krumbach in der Schlussphase zum 3:3-Ausgleich. Nach einem zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand waren die Bad Sauerbrunnerinnen mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.
Foto: M. Zottl

Am Dienstag hätte die Siegesserie der Bad Sauerbrunnerinnen die Zweijahres-Marke erreicht. Nachdem aus dem 2:2 gegen Bad Vöslau am Grünen Tisch nämlich ein 3:0 wurde, datierte das letzte Remis weiterhin vom 14. September 2019. Danach blieb Bad Sauerbrunn in 19 Gebietsliga-Partien immer siegreich. Der 20. Ligasieg, so wie das zweijährige Jubiläum, sollten aber nicht gelingen, da es am Freitag im Spitzenspiel gegen Krumbach „nur“ ein 3:3-Unentschieden gab. Lange Zeit sah es aber sogar danach, als würde Bad Sauerbrunn erstmals seit 22. April 2019 wieder einmal verlieren. Schließlich führte die Mannschaft aus der Buckligen Welt zur Pause mit 2:0. „Die erste Hälfte hat ganz klar Krumbach gehört“, gibt Sportchef Alexander Halbauer zu.

Als dann unmittelbar nach Wiederbeginn auch noch der dritte Krumbacher Treffer fiel und Bad Sauerbrunn eine Topchance an die Latte setzte, rechnete niemand mehr ernsthaft mit einem Punktegewinn. „Aber wir haben gute Spielerinnen von der Ersatzbank bringen können, das war entscheidend.“ So eröffnete die eingewechselte Livia Habeler die Aufholjagd. Lina Kotras und Kamilia Hegedüs stellten binnen 13 Minuten den Gleichstand her – 3:3.

„Es ist keine zusammengekaufte Mannschaft. Die meisten spielen seit der U8 zusammen.“ Alex Halbauer über die Freundschaft innerhalb des Teams.

Mit diesem Spielstand ging es in die letzten zehn Minuten, in denen Bad Sauerbrunn dem Sieg näher war. Mit einem Beinahe-Eigentor hätte sich Krumbach fast selbst um Zählbares gebracht. Unterm Strich ging das Unentschieden aber in Ordnung, wie Halbauer findet: „Wir waren mit dem Punkt auf alle Fälle zufrieden. Das Unentschieden war auch gerecht. Wir haben schon vor der Partie gewusst, dass Krumbach eine spielstarke Mannschaft ist“, hatte Bad Sauerbrunn vor dem Gegner, trotz sechs Siegen in Folge im direkten Vergleich, großen Respekt. Dass es schlussendlich überhaupt noch einen Zähler gab, sei dem großen Teamgeist zu verdanken: „Die Mädchen spielen, weil sie Spaß daran haben. Es ist keine zusammengekaufte Mannschaft. Die meisten spielen seit der gemischten U8 zusammen, also seit zwölf Jahren, und viele machen auch in der Freizeit alles gemeinsam.“

Eine eingeschworene Truppe also, die am Freitag gegen Göttlesbrunn auf die Siegerstraße zurückkehren will. Das sollte machbar sein. „Wir haben geglaubt, dass bei Göttlesbrunn nur mehr Junge spielen, aber sie haben ein 1:1 gegen Dreistetten geholt. „Wir müssen uns auch auf diesen Gegner ernsthaft vorbereiten.“ Goalgetterin Lina Kotras wird nicht dabei sein, die Stürmerin wird rund drei Wochen ausfallen. Nach einer OP im Vorjahr bekommt sie nun Schrauben und Nähte entfernt, hat danach einige Tage Sportverbot. Dafür kehrt Mina Zivanov nach ihrem Urlaub zurück.