Junioren-WM war „enttäuschend“. Roland Schlögl kam nicht auf wirklich Touren – drei Ausfälle und ein sechster Platz.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 07. August 2019 (01:35)
Robert Hetfleisch
Angriff blieb unbelohnt. Roland Schlögl gehörte bei der Junioren-WM zu Österreichs Medaillenhoffnungen. Doch der SC Neudörfl-Athlet blieb hinter den Erwartungen, auch weil er zu viel riskierte.

Bei den letzten beiden Junioren-Weltmeisterschaften gehörte Roland Schlögl, Fahrer des Skiclub Neudörfl, zu den großen Abräumern, holte zweimal Silber und zweimal Bronze. Doch die Junioren-WM 2019 im tschechischen Stitna nad Vlari möchte der 19-Jährige schnellstmöglich vergessen. „Die war ziemlich enttäuschend“, ist Schlögl konsterniert.

Im Riesentorlauf machte der Gleißenfelder im ersten Durchgang einen schweren Fehler. Im zweiten Lauf riskierte er zu viel, schied aus. Am zweiten Tag verbuchte er im Super G einen sechsten Platz. „Der Lauf war gar nicht so schlecht. Zwei kleine Fehler waren drinnen, die haben zur Medaille gefehlt“, meint Schlögl.

Richtig bitter verliefen Super Kombination und Slalom. In beiden Disziplinen lag Schlögl nach Lauf eins in Tuchfüllung zu den Medaillen, doch beide Male erreichte er im zweiten Durchgang nicht das Ziel. Die Erklärung: „Im Slalom hatte ich ganz einfach einen Rückstand, weil zu Beginn der Saison das Material nicht so gepasst hat“, gibt Schlögl zu, dass die letzte Selbstverständlichkeit fehlte.

Nach der Bruchlandung beim Saisonhöhepunkt blickt Schlögl wieder nach vorne, als nächstes zur WM der Allgemeinen Klasse (13. — 18. August): „Da heißt es einmal schauen, mehr wird nicht drin sein, dafür sind die anderen zu gut“, ist sich Schlögl bewusst, der beim Welcup-Finale (25. — 27. August) dann Top Ten-Ergebnisse einfahren möchte.