Kurort-Team dreht an Kader-Schrauben. Obmann Gerhard Kern und seine Funktionärs-Crew des SC Bad Sauerbrunn arbeiten an Kaderveränderungen.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 04. Dezember 2019 (01:55)
SC Bad Sauerbrunn-Obmann Gerhard Kern (r.) muss zwar Spieler wie Sylvester Heuberger (l.), Andi Strommer, Paul Semrau, Lenc Honc oder Christian Por ersetzen, doch es fehlt nicht an Alternativen.
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„Grundsätzlich werden wir unseren Kampfmannschaftskader nach und nach verjüngen. Es gibt einige junge Spieler, die bereits in der engeren Auswahl sind oder die im 1b-Team mit guten Leistungen regelmäßig auf sich aufmerksam machen. Unser Ziel ist es natürlich, diese Burschen auch relativ zeitnah fix in die Burgenlandliga-Mannschaft zu integrieren“, schildert SC Bad Sauerbrunn-Vereinsboss Gerhard Kern die Kadersituation.

Dass mit Andreas Strommer ein Routinier wegfällt — er wechselt wie berichtet zum SV Schattendorf — tut ihm zwar menschlich weh, ist aber sportlich zu verkraften: „Andi hat sich immer korrekt verhalten und hätte durchaus noch weiter bei uns bleiben können. Dass er aber seine Karriere bei seinem Stammverein ausklingen lassen möchte, kann jeder nachvollziehen. Wir sind in einer tabellarisch guten Situation, die auch zulässt, dass wir Spieler ein wenig Burgenlandliga-Luft schnuppern lassen können, deswegen haben wir dem Wechsel auch zugestimmt.“

Aber nicht nur Erfahrung fällt vom SCBS-Kader weg. Mit Paul Semrau und Lenc Honc wechseln auch zwei blutjunge Spieler höchstwahrscheinlich den Verein. Wohin es die beiden Talente zieht, ist zwar noch nicht bekannt, aber bei den Blau-Weißen hätten sie sich mehr Spielzeit in der Burgenlandliga erwartet. Die Möglichkeit mit dem 1b-Team der Bad Sauerbrunner um den Aufstieg in die 2. Liga Mitte zu spielen, stieß vor allem bei Paul Semrau so gar nicht auf offene Ohren. Obmann Kern: „Lenc wird möglicherweise bleiben, das steht noch nicht ganz fest, aber Paul wird definitiv in der Rückrunde nicht mehr bei uns sein.“

„Hoffen auf Rückkehr von Christian Por“

Für Trainer Heinz Kremser heißt es auch weiterhin, den am Knie verletzten Offensivmann Christian Por zu ersetzen. „Er ist am Kreuzband operiert worden und denkt sogar über ein Karriereende nach, was sportlich und menschlich für unseren Kader nicht gut wäre. Christian hat oft den Unterschied ausgemacht“, hofft Kremser auf ein Comeback des 23-jährigen Eisenstädters, der sich bei den Fans der Blau-Weißen viele Freunde gemacht hat. Der Fünfte, der zu ersetzen ist, ist Sylvester Heuberger, der so wie Strommer zum SV Schattendorf wechseln wird. Der 25-jährige Salzburger, der in Wien studiert, hat in der Startelf der Burgenlandliga-Truppe ebenfalls nicht hundertprozentig Fuß gefasst.

„Durch den Umstand, dass wir mit Thomas Ofner, Daniel Hutter, Manuel Gausch, Christoph Krenn, Michael Stanislaw und Sylvester sechs starke zentrale Defensivkräfte zur Verfügung hatten, hat sich die Spielzeit entsprechend minimiert. „Sly“ hat aber zum Beispiel beim Auswärtssieg in Parndorf gezeigt, dass er mit dem Niveau in der Burgenlandliga kein Problem hat. Aber das wussten wir, weil er ja auch schon etliche Erfahrung in der Regionalliga Mitte gesammelt hat“, so Obmann Kern zum Abgang von Heuberger.